20.
In Lobreden pflegt man rühmend der Heimat und der Eltern zu gedenken, um mit dem Hinweis auf den Ahnherrn den Ruhm des Sprößlings zu erhöhen. Wiewohl ich nun keine Lobrede auf die Jungfräulichkeit, sondern nur eine Darstellung derselben in Angriff nehmen wollte, halte ich es doch für sachdienlich, wenn offensichtlich wird, welches ihre Heimat, welches ihr Urheber ist. Und zwar wollen wir zuerst bestimmen, wo ihre Heimat liegt. Wenn die Heimat dort liegt, wo das Vaterhaus steht, so ist fürwahr die Heimat der Jungfräulichkeit im Himmel. Hier ist sie daher fremd, dort heimisch.
