21.
Was anders aber ist die jungfräuliche Keuschheit als makellose Unversehrtheit? Und wen anders können wir uns als ihren Urheber denken als den makellosen Gottessohn, dessen Menschheit die Verwesung nicht schaute1, dessen Gottheit von Befleckung unberührt blieb? So sehet denn, welch großer S. 323 Auszeichnungen die Jungfräulichkeit gewürdigt ward! Christus vor der Jungfrau, Christus aus der Jungfrau: vom Vater gezeugt vor der Welt, der Jungfrau Sohn aber wegen der Welt. Ersteres eignete seiner Wesenheit, letzteres erforderte unser Heil. Ersteres war er immerdar, letzteres wollte er werden.
Ps. 15, 10 [Hebr. Ps. 16, 10] (Apg. 2, 27. 31.). ↩
