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(Forts. v. S. 336 ) Würdig denn, nicht mehr mit menschlichen, sondern mit den himmlischen Wesen, deren Leben du auf Erden lebst, verglichen zu werden, vernimm vom Herrn die Weisungen, die du einhalten sollst! „Lege mich wie einen Siegelring in dein Herz“, mahnt er, „und wie ein Siegel auf deinen Arm!“1 Das Denken und Tun, das du an den Tag legst, soll dadurch im besonderen gekennzeichnet sein, daß in ihm das Bild Gottes, Christus, widerstrahlt, der, in vollem Umfang gleichwesentlich mit dem Vater, die ganze vom Vater überkommene Natur in sich zur Darstellung brachte. Darum auch des Apostels Paulus Versicherung, wir sind vom Geiste besiegelt2. Weil wir des Vaters Bild im Sohne haben, besitzen wir des Sohnes Siegel im Geiste. Von diesem dreieinigen Gott besiegelt, sollen wir uns doppelt ängstlich hüten, daß nicht leichtfertiger Wandel oder der Trug irgendeiner entehrenden Handlung das Siegel des Unterpfandes, das wir in unseren Herzen empfangen haben, breche.
