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Leben des Cäcilius Cyprianus von Diakon Pontius (BKV)
8. Seine Flucht ein Werk der göttlichen Vorsehung.
Auch jetzt noch halte ich einige weitere Worte für angebracht über den Nutzen dieses Aufschubs, obwohl wir ja eben schon die Frage kurz berührt haben. Wenn wir nämlich auf die nachfolgenden Ereignisse noch des näheren eingehen, so müssen wir unbedingt zugeben, daß seine damalige Flucht nicht menschlicher Kleinmütigkeit entsprang, sondern wirklich und wahrhaftig im göttlichen Willen lag. Schwer hatte der gewaltige und wilde Sturm der schrecklichen Verfolgung das Volk heimgesucht, und da nun einmal der verschlagene Feind alle zusammen durch ein und dieselbe Tücke nicht zu überlisten vermochte, so wütete er gegen sie auf alle möglichen Arten und hatte sie einzeln durch mannigfache Angriffe zu Fall gebracht, wo nur immer ein unvorsichtiger Krieger sich eine Blöße gegeben hatte. Da brauchte man doch einen, der den Verwundeten, die der bedrängende Feind in seiner vielseitigen Fertigkeit mit seinen Geschossen getroffen hatte, mit Hilfe der himmlischen Heilkunst beistand und je nach Art der Verletzung bald mit dem Messer, bald durch sorgsame Pflege Heilung brachte. Erhalten blieb der Mann, der sich vor allem auch durch die geistliche Mäßigung seines Sinnes auszeichnete und die Kirche durch die brandenden Wogen bedrohlicher Spaltungen wie ein Schiff in festem Kurse mitten hindurch steuerte. S. 18 Ich bitte euch, ist darin nicht der Ratschluß Gottes zu sehen? Wäre das ohne Gottes Fügung möglich gewesen? Mögen manche glauben, so etwas könne durch Zufall geschehen! Die Kirche widerspricht ihnen mit lauter Stimme und sagt: Daß die Unentbehrlichen ohne Gottes Willen aufgespart bleiben, das gebe ich nie zu, das glaube ich niemals.
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The Life and Passion of Cyprian, Bishop and Martyr
8.
Moreover, I think that something may here be said about the benefit of the delay, although I have already touched slightly on the matter. By what appears subsequently to have occurred, it follows that we may prove that that withdrawal was not conceived by human pusillanimity, but, as indeed is the case, was truly divine. The unusual and violent rage of a cruel persecution had laid waste God's people; and since the artful enemy could not deceive all by one fraud, wherever the incautious soldier laid bare his side, there in various manifestations of rage he had destroyed individuals with different kinds of overthrow. There needed some one who could, when men were wounded and hurt by the various arts of the attacking enemy, use the remedy of the celestial medicine according to the nature of the wound, either for cutting or for cherishing them. Thus was preserved a man of an intelligence, besides other excellences, also spiritually trained, who between the resounding waves of the opposing schisms could steer the middle course of the Church in a steady path. Are not such plans, I ask, divine? Could this have been done without God? Let them consider who think that such things as these can happen by chance. To them the Church replies with clear voice, saying, "I do not allow and do not believe that such needful then are reserved without the decree of God."