12.
[Forts. v. S. 220 ] Ich will mich etwas bei der Erzählung aufhalten. Der Bericht über das seltsame Ereignis soll mir eine Freude sein, wie dieses selbst eine Freude für die Teilnehmer war. Der edle Cäsarius trat, mit dem Zeichen Christi bewaffnet und von dem großen Logos geschützt, vor den starkgerüsteten, redegewandten Kaiser. Des Kaisers Anblick erschreckte den Cäsarius nicht und seine Schmeichelreden raubten ihm nicht die Gesinnung. Er war ein Kämpfer, der in Worten und Taten seinen Mann stellte gegenüber dem, der es verstand, hier wie dort zu streiten. So war der Kampfplatz, auf welchem dieser große Kreuzesritter sich zu messen hatte. Den Kampf bestimmte auf der einen Seite Christus, der den Kämpfer mit seinem Kreuze bewaffnete, auf der anderen Seite ein furchtbarer Tyrann, der durch freundliche Worte schmeichelte und durch die Wucht seiner Gewalt schreckte. Die Zuschauer waren einerseits solche, die der Kirche treu geblieben waren, anderseits solche, welche der Kaiser abtrünnig gemacht hatte. Sie warteten, nach welcher Seite sich der Kampf entschiede; sie waren auf den Sieg gespannter als die Schauspieler.
