Übersetzung
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Vier Bücher über das Leben des Kaisers Konstantin und des Kaisers Konstantin Rede an die Versammlung der Heiligen (BKV)
55. Konstantin schreibt bis an sein Ende Reden.
Doch es ereilte jene nach nicht gar langer Zeit der Zorn Gottes. Der Kaiser selbst hatte es hingegen selbst so weit in seiner verständigen Weisheit gebracht, daß er sogar bis an sein Ende Reden zu schreiben, als Redner aufzutreten und die göttlichen Lehren seinen Zuhörern darzubieten pflegte. Ebenso pflegte er immer noch bald in Zivil-, bald in Militärangelegenheiten Gesetze zu geben und in allem nur auf das dem menschlichen Leben Zuträgliche zu sinnen.
Bemerkenswert ist, daß er, dem Ende seines Lebens schon nahe, vor seinem gewöhnlichen Zuhörerkreis eine Art Leichenrede hielt; ausführlich sprach er darin auch über die Unsterblichkeit der Seele sowie über die, welche fromm das gegenwärtige Leben vollendet haben, ferner über die Güter, die den gottgeliebten Seelen bei Gott selber aufbewahrt sind. Ebenso legte er durch ausführliche Beweise dar, welches Ende die Schar der Schlechten nehmen werde, indem er den Untergang der Gottlosen anschaulich darstellte. Da er dieses auch S. 179nachdrucksam bezeugte, schien er damit auf seine Umgebung großen Eindruck zu machen; als er so einen von den Scheinweisen fragte, was er von dem Gesagten halte, bezeugte dieser die Wahrheit des Vorgetragenen und er lobte sehr, wenn auch widerwillig, die Beweise gegen die Vielgötterei. Indem der Kaiser vor seinem Ende so mit seinen Freunden verkehrte, schien er sich selber den Weg zum besseren Leben zu bahnen und zu ebnen.
Edition
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Vita Constantini et Constantini imperatoris oratio ad coetum sanctorum
LV.
Ἀλλὰ τοὺς μὲν οὐκ εἰς μακρὸν ἡ θεία μετήρχετο δίκη. αὐτὸς δὲ βασιλεὺς οὕτω τὴν ψυχὴν λογικῇ συνέσει προῆκτο, ὡς αὐτῆς μέχρι τελευτῆς συνήθως μὲν λογογραφεῖν, συνήθως δὲ τὰς [προσόδους] ποιεῖσθαι καὶ τὰς θεοπρεπεῖς τοῖς ἀκροαταῖς διδασκαλίας παρέχειν, νομοθετεῖν τε συνήθως τοτὲ μὲν πολιτικοῖς τοτὲ δὲ στρατιωτικοῖς, πάντα τε προσφόρως τῷ τῶν ἀνθρώπων ἐπινοεῖν βίῳ. μνημονεῦσαι δ’ ἄξιον, ὡς πρὸς αὐτῇ γεγονὼς τῇ τοῦ βίου τελευτῇ ἐπικήδειόν τινα λόγον ἐπὶ τοῦ συνήθους διῆλθεν ἀκροατηρίου, μακρὸν δὲ [κατατείνας] ἐν τούτῳ περὶ ψυχῆς ἀθανασίας διεξῄει περί τε τῶν εὐσεβῶς τὴν παροῦσαν διηνυκότων ζωὴν τῶν τε τοῖς θεοφιλέσι παρ’ αὐτῷ θεῷ τεταμιευμένων ἀγαθῶν, μακραῖς δ’ ἀποδείξεσι καὶ τὸ τῶν ἐναντίων τάγμα ὁποίου τέλους τεύξεται φανερὸν ἐποίει, τῶν ἀθέων τὴν καταστροφὴν παραδιδοὺς τῇ γραφῇ· ὃ δὴ καὶ ἐμβριθῶς μαρτυρόμενος καθάπτεσθαι τῶν ἀμφ’ αὐτὸν ἐδόκει, ὡς καί τινα τῶν δοκησισόφων ἔρεσθαι ὅπως ἔχειν αὐτῷ φαίνοιτο τὰ λεγόμενα, τὸν δ’ ἐπιμαρτυρῆσαι τοῖς λόγοις ἀλήθειαν, σφόδρα τε καίπερ οὐκ ἐθέλοντα ἐπαινεῖν τὰς κατὰ τῶν πολυθέων διδασκαλίας. τοιαῦτα πρὸ τῆς τελευτῆς τοῖς γνωρίμοις ὁμιλήσας, αὐτὸς αὐτῷ τὴν ἐπὶ τὰ κρείττω πορείαν λεῖαν καὶ ὁμαλὴν ἐῴκει παρασκευάζειν.