Einleitung
Der vorliegende Brief an den sonst unbekannten Apronius gedenkt mit Bedauern einer vornehmen Familie, welche sich der Irrlehre des Pelagius S. b132 verschrieben hatte. Obwohl man sich von verschiedener Seite her Mühe gab, die Irregeleiteten zur Kirche zurückzuführen, verharrten sie in der Häresie. Wenn auch absolute Sicherheit nicht zu erlangen ist, so geht doch die landläufige Meinung dahin, daß die Familie des Ktesiphon gemeint sei, welchem Hieronymus in ep. 133 die Verderblichkeit der pelagianischen Irrlehre eingehend auseinandersetzt. Das Schlußkapitel der ep. 133 macht es einwandfrei klar, daß es sich um eine vornehme Familie handelt, die im Glauben gefährdet ist. Der Wortlaut scheint es aber auszuschließen, an Ktesiphon und seine Familie zu denken. 1
Aus dem Inhalte des Briefes ergibt sich, daß er geschrieben wurde, nachdem sich die Lage im Orient beruhigt hatte, aber ehe die zerstörten Gebäude wieder aufgerichtet waren, 2 also 418 oder 419.
