4.
Für dieses Alles sind wir immer schuldig zu danken der schöpferischen Fürsorge, welche uns würdig macht solcher Güter im Sichtbaren und Unsichtbaren. Kräftig laßt uns benedeien die unsterbliche Herrlichkeit bei Tag und bei Nacht mit unbeugsamer Liebe, mit aufrichtigem Willen und makelloser Reinigkeit; laßt uns unvergeßlich im Gedächtniß im Sinne behalten die Sorge der Heiligkeit zum Lobe des Ruhmes Gottes, zum Zeugniß seines Wohlgefallens. Denn wie die Strahlen der Sonne vorwärts sich bewegen und hinterher sich ausbreiten, so ist vorher die Wahrheit der Wesenheit, unveränderliche Substanz, welche unerreichbarer ist als der Verstand S. 39 und die Gedanken; welche erzählt wird vor den Geschöpfen und noch später als die Ewigkeiten der Ewigkeiten, welche höher ist als der Himmel und tiefer als die Abgründe des Meeres, welche in Unermeßlichkeit verbleibt. Die Nachforschung der Einen anfangslosen Wesenheit des gütigen Willens haben die Geschöpfe von dem Schöpfer; denn so ist er unbegrenzt und unvergleichlich, eine unermeßliche und klare Quelle, allmächtig und allvermögend. Leben ist er und Lebengeber, ewiges Licht, furchtbar, stark, allweise und vorherwissend, gütig und Spender des Guten, mitleidig und barmherzig, nachsichtig und langmüthig, rein den Reinen und Reinigkeit allen Geschöpfen. Wenn die unzähligen Heere der Unkörperlichen und die Gestirne des Himmels, welche sichtbar sind und nicht sichtbar, und die Söhne der Menschen und was auf der Erde und im unermeßlichen Meere lebendig ist und die andern unbeseelten Geschöpfe darin zur Sprache kämen, so würde das Wort des Lobes nicht genügen, gemäß der Größe seines Ruhmes seiner würdiges Lob darzubringen.
