2. Wenn man die schriftgemäße Erkenntnis des Vaters und des Sohnes hat, erfaßt man jenes Wort leichter. Das Wesen des Vaters.
[Forts. v. S. 140 ] Doch damit wir leichter die Erkenntnislösung jener überaus schwierigen Frage erlangen können, müssen wir zuvor den Vater und den Sohn nach der Lehre der heiligen Schriften erkennen, damit auf Grund des Erkannten und Vertrauten die Darlegung um so abschließender werde.
Wie wir im vorigen Buch1 nachgewiesen haben, übersteigt die Ewigkeit des Vaters Räume, Zeiten, Bild und was sonst von menschlicher Erkenntniskraft erfaßt werden kann. Er ist außerhalb von allem und (doch) in allem; er umfaßt alles insgesamt und ist (doch) von niemanden erfaßbar, nicht durch Zugang oder Abgang veränderlich. Er ist unsichtbar, unerfaßlich, ganz seinserfüllt, vollkommen, ewig, nimmt nichts von anderswoher, sondern er genügt sich selbst zu dem, was er bleibend ist.
besonders in Kap. 6. ↩
