21. Sie würden kein Werk Gottes ungestört lassen, wenn sie könnten.
[Forts. v. S. 160 ] Mehr noch: alle Werke der Welt könnten sogar uns als Zeugen dienen, um es für unberechtigt zu halten, über Gottes Dinge und Wunder Zweifel zu erheben. Doch gegen die Wahrheit selbst stürmt unsere Ungläubigkeit vor, und gewaltsam brechen wir zur Vernichtung der Macht Gottes vor. Wenn es verstattet wäre, würden wir Körper und Hand zum Himmel aufrecken, würden Sonne und Sterne in den Bahnen ihres jährlichen Umlaufes stören, würden An- und Abschwellen des Ozeans verwirren, würden sogar das Strömen der Quellen hemmen und den natürlichen Lauf der Flüsse umkehren, würden die Grundfesten der Erde zertrümmern, würden mit äußerster Versündigung1 gegen diese Werke Gottes wüten. Doch zum Glück hält uns das Gewicht der Körper innerhalb dieses maßvollen Zwanges fest. Ganz gewiß täuschen wir nicht darüber, was wir tun würden, wenn es freigestellt wäre. Denn weil wir es können, darum versuchen wir mit der Aufdringlichkeit unseres ehrfurchtslosen Willens, das Wesen der Wahrheit einzureißen; und kriegerisch bekämpfen wir Gottes Worte.
Wörtlich: mit Vatermord. ↩
