17. Der Name Gottes war vor Christus unbekannt.
S. 156 Nachdem er also den Menschen den Namen des Vaters kundgemacht hat, fordert er dies; aber welchen Namen (hat er kundgemacht)? Gottes Name war doch nicht etwa unbekannt? Diesen Namen hat (doch) Moses aus dem Dornbusch gehört, diesen das Buch der Schöpfung im Beginn des Schöpfungsberichtes der Welt verkündet, diesen das Gesetz offenbar gemacht, haben die Propheten hinausgetragen, haben die Menschen in den Werken dieser Welt gespürt, haben die Heiden sogar mit Lügen verehrt; Gottes Name war also nicht unbekannt.
Dennoch: er war völlig unbekannt. Denn niemand kennt Gott, es sei denn, er bekenne, daß der Vater zugleich Vater des Sohnes sei, daß der Sohn nicht aus einem Teil (Gottes) oder durch Ausweitung oder Ausstrahlung (sein Dasein habe); sondern daß er aus ihm in unaussprechlicher, in unfaßlicher Weise geboren sei, als Sohn vom Vater (ausgegangen), im Besitz der Fülle der Gottheit1, aus der er und in der er geboren wurde, wahrer und unendlicher und vollkommener Gott; das nämlich ist Gottes Fülle. Denn wenn irgendeines davon fehlt, dann wird nicht mehr die Fülle vorhanden sein, die nach (des Vaters) Wohlgefallen ihm innewohnt.2 Dies(er Name) wird vom Sohne öffentlich gelehrt, dieser denjenigen kundgetan, die ihn nicht kennen; so wird der Vater durch den Sohn verherrlicht, indem er als Vater eines solchen Sohnes erkannt wird.
