Einleitung
Wiederholt hatte sich der Spanier Abigaus an Hieronymus gewandt, war aber ohne Antwort geblieben, da die Briefe nicht zugestellt wurden. Wir haben wohl in ihm einen Priester zu vermuten, da Hieronymus ihm Theodora, des Lucinus Witwe, 1 nach der seelsorglichen S. b64 Seite hin besonders ans Herz legt. Abigaus selbst hatte das Augenlicht verloren. Doch tröstet ihn Hieronymus mit dem Hinweis, daß es nicht auf die Augen des Leibes ankommt, sondern auf das innere, auf Gott gerichtete Auge.
Der Brief dürfte um die gleiche Zeit verfaßt sein wie das Trostschreiben an Theodora, also 399.
Vgl. ep. 75 ad Theodoram (s. S. 56). ↩
