2.
Mein Bruder Paulinianus ist noch nicht aus der Heimat zurückgekehrt. Ich nehme an, daß Du ihn zu Aquileja bei dem heiligen Bischof Chromatius 1 getroffen hast. Auch den hl. Priester Rufin 2 habe ich zur Erledigung einer bestimmten Sache über Rom nach Mailand geschickt. 3 Ich habe ihn gebeten, Dich aufzusuchen und S. b128 meine Grüße Dir zu übermitteln. Den gleichen Auftrag erteilte ich auch den übrigen Freunden, damit wir nicht einander beißen und uns gegenseitig aufzehren. 4 Ich möchte nun an Deine und der Deinen Mäßigung appellieren. Reizet nicht andere, die leicht die Geduld verlieren möchten; denn Ihr könntet am Ende auf Leute stoßen, die anderen Geistes sind wie ich und ein zweideutiges Lob nicht so ruhig hinnehmen. S. b129
Vgl. BKV II. Reihe XVI 17. ↩
Vallarsi denkt an den Presbyter Rufinus Syrus (M PL XXII 736 e), durch den Coelestius zuerst auf seine irrige Lehre gekommen sein will. Da Rufinus nach Angabe der Quellen zur Zeit des Papstes Anastasius (399—401) nach Rom kam und bei Pammachius Wohnung nahm, hat die Vermutung viel für sich (vgl. Aug., De peccato originali 3; Marius Mercator, Liber subnotationum in verba Juliani 1 f. — M PL XLIV 387; XLVIII 110 f.). ↩
Es handelt sich um einen sonst unbekannten Claudius (Apol. c. Ruf. III 24 — M PL XXIII 497). ↩
Gal. 5, 15. ↩
