2. Zweiter pseudoisidorischer Brief.
Über die brüderliche Liebe und die Vermeidung der Bösen. Pontianus (sendet) allen Bischöfen der heiligen und allgemeinen Kirche, welche den Herrn recht verehren und den göttlichen Dienst lieben, (seinen) Gruß.
Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen, die eines guten Willens sind;„ 1 diese Worte der Engel mahnen uns zu guter, liebevoller Gesinnung gegen einander. (c. 1.) Daran erkennt man die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels, daß erstere nur die Ehre Gottes und das Wohl ihrer Brüder, diese aber nur Schlechtes und Schädliches im Sinne haben. (c. 2.) Deßhalb hüte sich jeder Gläubige, Etwas gegen seinen Bruder zu thun, was er selbst nicht zu leiden wünscht. (c. 3.) „Daher haben unsere Vorgänger kraft ihrer apostolischen Auctoritat Verdächtige und Feindselige oder Streitsüchtige und Diejenigen, deren Lebenswandel nicht gut und tadellos ist und Jene, welche nicht den wahren Glauben haben oder lehren, als Kläger zurückgewiesen, wie auch wir (Solche) entfernen und für die Zukunft ausschließen.“2 Folgen aus dem Buche Sirach die Stellen: 32. 1—3, 37. 21., 35 2. 5, 27. 18—33, 28. 1—30, 5. 8—18, 6. 1—4. (c. 4.) Verfolgte suchet aufzurichten und Nothleidende unterstützet. (c. 5.) S. 343
