51. Konstantin teilt die Herrschaft unter seine drei Söhne und unterweist diese in der Frömmigkeit und in den Herrscherpflichten.
Als er so die äußersten Länder an beiden Enden des Erdkreises beherrschte, teilte er sein ganzes Kaiserreich unter seine drei Söhne, wie ein väterliches Erbgut es seinen Liebsten anweisend. Den Anteil seines Vaters gab er dem älteren, die Herrschaft über den Osten dem zweiten, und die Länder, die in der Mitte lagen, dem dritten Sohne. Um ihnen aber ein gutes und dem Heil ihrer Seelen ersprießliches Erbteil zu übergeben, legte er in ihr Herz den Samen der Gottesfurcht, indem er sie selber in die göttlichen Lehren einführte und ihnen durch ihre Frömmigkeit erprobte Männer zu Lehrern gab. Auch für die profanen Wissenschaften gab er S. 176ihnen als Lehrer Männer bei, die in vollendetem Maße gebildet waren. Die einen lehrten sie die Kriegswissenschaft, andere führten sie in die Staatslehre ein, wieder andere machten sie mit der Rechtswissenschaft bekannt. Ein kaiserlicher Hofstaat war einem jeden Sohne zugeteilt, Schwerbewaffnete, Lanzenträger, Leibwächter und verschiedene Heeresabteilungen; darüber standen Anführer, Hauptleute, Oberste und Oberanführer, deren Kriegserfahrung und hingebende Treue gegen seine Person ihr Vater schon erprobt hatte.
