25. „Ich und der Vater sind eins” zeigt das Wesen der Geburt.
Ich glaube, es ist kein Raum für Zweifel daran geblieben, daß bezüglich des Wesens der Geburt das Wort gelte: „Ich und der Vater sind eins.” Denn als die Juden ihn beschuldigt hatten, daß er durch dieses Wort sich zu Gott mache, obwohl er doch nur Mensch sei, da bestätigte es seine Antwort, daß er durch das Wort: ich und der Vater sind eins, sich als Sohn Gottes erwiesen habe, zuerst dem Namen, dann dem Wesen, zuletzt der Geburt nach.
Denn „Ich” und „der Vater” sind Namen für Inhalte; S. 365 „eines” aber ist die Verkündigung des Wesens, weil in dem, was jeder ist, kein Unterschied vorliegt; „wir sind” läßt aber keine Einzahl zu. Und wenn „wir sind” noch keine (Wesens-) einheit ist, so bewirkt die Geburt ihr Eins-sein (im Wesen). Denn dies beruht ganz darauf, daß der Geheiligte vom Vater sich als Gottes Sohn bekundet; und die Lehre des Sohnes bestätigt dieses, daß „ich und der Vater eins sind”. Denn eine Geburt vermag kein anderes Wesen mitzuteilen als dieses, woraus (das Geborene) sein Dasein gewinnt.
