14. Ursprung des Götterglaubens.
Gehen wir auf die Ausschmückungen der Dichter zurück, um dem Ursprung des ganzen Irrtums auf die Spur zu kommen. Von Saturn wird überliefert, daß er der Sohn des Himmels und der Erde gewesen. Das ist jedenfalls unglaublich; aber der Überlieferung liegt eine bestimmte Wahrheit zugrunde; wer diese nicht kennt, verwirft sie als Märchen. Daß der Vater des Saturn Uranus geheißen hat, verbürgt Hermes und lehrt auch die Heilige Geschichte. Hermes Trismegistus hebt hervor, daß es nur gar wenige Männer von vollendeter Gelehrsamkeit gegeben habe, und zählt unter diesen seine Anverwandten auf: Uranus, Saturn und Merkur. Euhemerus erwähnt des Uranus als ersten Herrschers auf Erden mit den Worten: „Anfangs hatte auf Erden zuerst Cälus die höchste Herrschaft inne; dieser hat sich im Bunde mit seinen Brüdern ein Reich gegründet und geschaffen“1..... .... törichtes Wohlwollen und Irrtum der Menschen hat ihnen die Göttlichkeit zuerkannt.
Hier ist in den Handschriften eine Lücke von etwa fünf Kapiteln, in denen Grund und Anlaß zur Vergötterung der Menschen näher dargelegt wird. ↩
