68. Schlußwort.
All diese Dinge sind wahr und zuverlässig; denn sie sind durch die gleichlautenden Weissagungen aller Propheten verkündigt, und mit diesen Weissagungen stimmen auch die Aussprüche des Trismegistus, des Hystaspes und der Sibyllen überein; man darf also nicht mehr daran zweifeln, daß alle Hoffnung des Lebens und des Heiles auf der Religion Gottes allein beruht. Wenn also der Mensch den Sohn nicht aufnimmt, den Gott zur Erlösung gesendet hat und künftig senden wird, wenn er nicht durch ihn den höchsten Gott kennen lernt, wenn er nicht seine Gebote und sein Gesetz betrachtet, so wird er den Strafen anheimfallen, von denen wir gesprochen haben. Demgemäß müssen wir das Vergängliche geringschätzen, um das Unvergängliche zu erlangen; wir müssen das Irdische verachten, um der Ehre des Himmlischen teilhaftig zu werden, das Zeitweilige fliehen, um zum Ewigen zu gelangen. Unterweisen wir uns selbst in den Pflichten der Gerechtigkeit und erneuern wir in uns den Geist der Enthaltsamkeit. Bereiten wir uns zum Wettkampfe vor und rüsten wir uns zur Tapferkeit, auf daß, wenn etwa der Widersacher Krieg ankündigt, keine Gewalt, kein Schrecken und keine Qual uns vom Rechten und Guten abbringen kann. Werfen wir uns nicht vor empfindungslosen Gebilden S. 218 in den Staub, sondern stehen wir aufrecht und erkennen wir den wahren und alleinigen Gott. Weisen wir die Vergnügungen von uns; denn ihre Lockungen drücken die erhabene Seele zur Erde herab. Halten wir fest an der Schuldlosigkeit; suchen wir möglichst vielen zu nützen und uns unverwesliche Schätze durch gute Werke zu erwerben. Dann werden wir beim Gerichte Gottes für die Verdienste unserer Tugend die Krone der Treue, d. h. die Belohnung der Unsterblichkeit erlangen.
