1. Erster pseudoisidorischer Brief.
Das höchste Gut ist die Liebe und das größte Übel der Neid; die Weisheit soll geliebt und gesucht werden.
Dionysius, der Bischof,(sendet) dem Präfecten1Urbanus (seinen) Gruß.
Das höchste Gut ist es, die zu lieben, die sich lieben, und umgekehrt gibt es kein eigenes Übel, als daß Bürger einander neidig sind. Dank für die Liebe, mit welcher du die Gläubigen aufnimmst und unterstützest; beharre in dem begonnenen guten Werke, da nicht dem Anfange, sondern dem Ende Lob gebührt. Die Weisheit aber liebe und erforsche; fürchte Gott und beobachte seine Gebote und liebe ihn aus deinem ganzen Gemüthe und den Nächsten wie S. 459 dich selbst. Folgt aus Sirach I. 9—39, und IV. 23—36; zum Schlusse einige Sätze aus Briefen Gregor's des Gr.
Andere Handschrift hat: Priester. ↩
