12.
Und durch den freien Willen hat der Mensch die Macht, zu bleiben in der Freundschaft der heiligen Liebe im Herrn oder im Ungehorsam gegen die geistigen Gesetze und vom Guten hinabzustürzen in die Abgründe des Schlechten und zu erben den Namen der Verwerflichen und den ungerechten und schlechten und unreinen Namen der Gottlosigkeit und Lasterhaftigkeit. Ebenso vermögen auch die körperlosen Heerschaaren durch den freien Willen im Befehle des Schöpfers zu stehen oder dem Herrn entgegenzutreten wie es verständlich ist von den Engeln, S. 49 immer zu verharren in der Liebe Gottes in unaufhörlichem Rühmen ihres Schöpfers. Aber die Abgefallenen von ihnen hat er wirklich zu Satanen gemacht, und die Heerschaaren, welche mit ihnen waren, werden unreine und böse Geister genannt. So also haben sie nach dem Namen die Beschaffenheit der Naturen des Guten und Bösen, uns zu offenbaren das Gute und das Schlechte. Eines Jeden Werth und Werthlosigkeit erkennend, laßt uns folgen dem Guten und hassen das Böse, auf daß wir hören die selige Stimme, welche sagt: Wohlan! du guter und getreuer Knecht! weil du in Wenigem getreu gewesen bist, so will ich dich über Vieles setzen: gehe ein in die Freude deines Herrn.1
Mt 25,21. ↩
