36. Nach Moses ist der Vater mit dem Sohn ein Gott.
Das Wesen der Wahrheit verlangt, diese Erkenntnis1 von demjenigen aus ihren Beginn nehmen zu lassen, S. 258 durch den Gott zuerst sich der Welt geoffenbart hat,2 durch dessen Mund der eingeborene Gott so von sich gesprochen hat: „Seht und seht, daß ich Gott bin, daß es außer mir keinen Gott gibt!”3 Doch damit nicht die irrlehrerische Ungläubigkeit4 die Bedeutung dieses Wortes auf den Vater, auf den ungewordenen Gott, beziehe, ist dem der Sinn dieses Wortes und der maßgebende Apostel mit seiner Briefstelle zuwider, der mit seiner Auslegung dafür Zeuge ist, daß diese ganze Stelle auf die Person des eingeborenen Gottes zu deuten ist, wie wir schon früher gezeigt haben.5 Er hat (ferner) gezeigt, daß das Wort: „Freut euch, ihr Völker, mit seinem Volk”,6 nur ihm (dem Gottessohn) eigentümlich sei, und fügte zur Bestätigung des Wortes bei: „Und er wird aus der Wurzel Jesse sein; und wer sich zur Herrschaft über die Völker erheben wird, auf den werden die Völker hoffen.”7
Durch Moses also wurde (schon) derjenige (als Gott) erwiesen, der gesagt hatte: „Es gibt keinen Gott außer mir” dadurch, daß er sagt: „Freut euch, ihr Völker, mit ihm!”8 Der Apostel (ferner) deutet es auf unsern Herrn Jesus Christus, den eingeborenen Gott, der dem Fleische nach aus der Wurzel Jesse sich erheben wird und der die Hoffnung der Völker ist. Danach ist jetzt der Sinn des Wortes abzuhandeln, damit man erkennen könne, in welchem Sinn es gesprochen worden sei, da ja an der Tatsache des Wortes kein Zweifel besteht.
