Werke
Johannes Cassianus (360-435)
Collationes patrum
Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (BKV)
Zweiundzwanzigste Unterredung, welche die zweite des Abtes Monas ist, über die nächtlichen Bethörungen.
4. Frage, ob es erlaubt sei, zur hl. Kommunion zu gehen, wenn man durch eine nächtliche Vorspiegelung befleckt sei.
Germanus: Wir glauben, daß durch Gottes Fügung S. b330 diese Frage zur Verhandlung gekommen sei, damit wir jetzt bei Gelegenheit der Unterredung und aufgefordert durch die Entwicklung der Sache selbst zuversichtlich zu erforschen wagen was wir bisher niemals lernen konnten, weil die Scham allen Muth zum Fragen zurückhielt. Wenn wir also zu der Zeit, wo es nöthig wäre zu den hl. Geheimnissen hinzuzutreten, merken, daß wir durch ein Traumbild befleckt seien, dürfen wir uns dann jenen hl. Empfang der segenbringenden Speise erlauben, oder ist er zu vermeiden?

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Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (BKV) |
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Einleitung: Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern |
Inhaltsangabe
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- Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (Collationes patrum)
- Vorwort des Priesters Johann Cassian zu den zehn Unterredungen mit den Vätern, die in der scythischen Wüste wohnten.
- Erste Unterredung, gehalten mit Abt Moyses über Absicht und Endzweck des Mönches.
- Zweite Unterredung des Abtes Moyses über die Klugheit.
- Dritte Unterredung, welche die mit dem Abte Paphnutius ist, über die drei Entsagungen.
- Vierte Unterredung, welche die mit Abt Daniel ist über die Begierlichkeit des Fleisches und des Geistes.
- Fünfte Unterredung, welche die des Abtes Serapion über die acht Hauptsünden ist.
- Sechste Unterredung, welche die des Abtes Theodor über den Mord der Heiligen ist.
- Siebente Unterredung, welche die erste mit Abt Serenus ist, über die Veränderlichkeit der Seele und die bösen Geister.
- Achte Unterredung, welche die zweite mit Abt Serenus ist über die Herrschaften oder Mächte.
- Neunte Unterredung, welche die erste des Abtes Isaak ist, über das Gebet.
- Zehnte Unterredung, welche die zweite des Abtes Isaak ist, über das Gebet.
- Vorwort des Johannes Cassianus zu sieben Unterredungen mit den Vätern, welche die ägyptische Wüste Thebais bewohnten.
- Elfte Unterredung, welche die erste des Abtes Chäremon ist über die Vollkommenheit.
- Zwölfte Unterredung welche die zweite des Abtes Chäremon ist, über die Keuschheit.
- Dreizehnte Unterredung, welche die dritte des Abtes Chäremon ist, über die Hilfe Gottes.
- Vierzehnte Unterredung, welche die elfte des Abtes Nesteros ist, über die geistliche Wissenschaft.
- Fünfzehnte Unterredung, welche die zweite des Abtes Nesteros ist, über die göttlichen Gnadengaben.
- Sechzehnte Unterredung, welche die erste des Abtes Joseph ist, über die Freundschaft.
- Siebzehnte Unterredung, welche die zweite des Abtes Joseph ist, über das Entscheiden.
- Vorwort des Johannes Cassianus zu sieben letzten Unterredungen mit den Vätern, welche im Gebiete des jenseitigen Ägyptens wohnten.
- Achtzehnte Unterredung, welche die des Abtes Piammon ist, über drei alle Arten von Mönchen und eine vierte, neu entstandene.
- Neunzehnte Unterredung, welche die des Abtes Johannes ist, über das Ziel des Mönches und des Einsiedlers.
- Zwanzigste Unterredung, welche die des Abtes Pinusius ist über das Ziel der Buße und die Genugthuung.
- Einundzwanzigste Unterredung, welche die erste des Abtes Theonas ist, über die Nachsicht in der Quinquagesima.
- Zweiundzwanzigste Unterredung, welche die zweite des Abtes Monas ist, über die nächtlichen Bethörungen.
- 1. Zweiter Besuch bei Theonas und dessen Anrede.
- 2. Wiederholung der vorgelegten Frage, warum der größern Entsagung zuweilen eine größere Anfechtung des Fleisches folge.
- 3. Die körperliche Befleckung entstehe aus drei Ursachen.
- 4. Frage, ob es erlaubt sei, zur hl. Kommunion zu gehen, wenn man durch eine nächtliche Vorspiegelung befleckt sei.
- 5. Antwort, wann dieses Begegniß dem Schlafenden eine Schuld bringe.
- 6. Es wird an einem Beispiele gezeigt, daß zuweilen die Befleckung des Leibes ohne Schuld sei und durch Machwerk des bösen Feindes geschehe.
- 7. Daß man sich niemals der göttlichen Communion würdig erachten solle.
- 8. Einwurf des Abtes Germanus, der genommen ist aus dem über den hl. Empfang Gesagten.
- 9. Antwort, daß Viele heilig sein können. Niemand aber ohne Sünde als Christus.
- 10. Daß allein der Sohn Gottes den Versucher ohne jede Sündenwunde besiegt habe.
- 11. Daß Christus nur in der Ähnlichkeit des Fleisches der Sünde gekommen sei.
- 12. Daß alle Gerechten und Heiligen nicht nach der Ähnlichkeit, sondern in der Wahrheit sündhaft waren.
- 13. Die Sünden der Heiligen seien nicht so schwer, daß sie ihnen das Verdienst nehmen oder den Namen der Heiligkeit.
- 14. Wie jenes Wort des Apostels zu verstehen sei: „Denn ich thue nicht das Gute, das ich will.“
- 13. Germanus wirft ein, der Apostel habe Dieß im Namen der Sünder gesagt.
- 16. Aufschiebung der vorgelegten Frage.
- Dreiundzwanzigste Unterredung, welche die dritte des Abtes Theonas ist, darüber, daß der Apostel sagt: „Denn nicht das Gute, welches ich will, thue ich, sondern was ich nicht will, das Böse, das thue ich.“
- Vierundzwanzigste und letzte Unterredung, welche die des Abtes Abraham ist über die Abtödtung.