1. Erster pseudoisidorischer Brief
Decretalbrief des Papstes Soter über den Glauben.1
Soter, Erzbischof des apostolischen Stuhles, (sendet) allen Campaniern2Gruß im Herrn.
Nach einer kurzen Eingangsformel werden aus paulinischen Briefen, aus den Psalmen und den Evangelien solche Stellen angeführt, welche sich auf das Geheimniß der Menschwerdung des Sohnes Gottes beziehen. (c. 1.) Der Sohn heißt dem Fleische (der menschlichen Natur) nach geboren, S. 254 derGottheit nach liest man von ihm nie „geboren", sondern gezeugt; hierauf folgt eine Menge Stellen der hl. Schrift zum Beweise, daß der Sohn einer und derselben göttlichen Natur mit dem Vater sei, daß er in dem Vater und der Vater in ihm redet. Schlußermahnung zur Vertheidigung der Kirche. (c. 2.)3
Einige Handschriften fügen hinzu: an die Menschwerdung Christi, daher auch andere den Brief überschreiben: Brief d. P. S. über die Menschwerdung des Herrn. ↩
Zu dieser Adresse wurde Ps. Is. veranlaßt durch die Angabe des Pontificalbuches, daß Soter in Campanien geboren worden sei. ↩
Der ganze Brief ist Nichts weiter als ein Stück aus dem schon öfter erwähnten Werke des Idacius Clarus (l.c. p. 729, 730). ↩
