13. Konstantins Milde gegen die Kriegsgefangenen.
Auf solche Art pflegte es der Kaiser bei Schlachten und schon lange vorher selber zu halten und sein Heer S. 59zu leiten; stets hatte er seinen Gott vor Augen, suchte alles nur nach dessen Willen zu tun und scheute sich, viele töten zu lassen. Daher sorgte er gerade so für die Rettung der Feinde wie für die seiner eigenen Soldaten; darum ermahnte er auch seine Leute, wenn sie in einer Schlacht gesiegt hatten, den Gefangenen Schonung zu gewähren und nicht zu vergessen, daß es Menschen seien, die die nämliche Natur hätten wie sie selber. Wenn er aber auch einmal sah, daß seine Soldaten vor Wut sich nicht mehr halten konnten, suchte er sie dadurch zu zügeln, daß er ihnen Gold bot; er befahl nämlich, jedem, der einen Feind lebendig gefangen nahm, dafür eine bestimmte Summe in Gold zu geben. Auch dieses Lockmittel hatte der Kaiser in seiner Klugheit zur Rettung der Menschen ersonnen, und auf diese Weise wurden schon Tausende selbst von Barbaren gerettet, denen der Kaiser durch sein Gold das Leben erkaufte,

Vita Constantini et Constantini imperatoris oratio ad coetum sanctorum | vergleichen |
Vier Bücher über das Leben des Kaisers Konstantin und des Kaisers Konstantin Rede an die Versammlung der Heiligen (BKV) |
- Vier Bücher über das Leben des Kaisers Konstantin und des Kaisers Konstantin Rede an die Versammlung der Heiligen (Vita Constantini et Oratio ad coetum sanctorum)
- Buch I
- Buch II
- 2-1. Licinius verfolgt im geheimen die Christen, indem er die Bischöfe zu Amasia in Pontus ermorden lässt.
- 2. Es werden Kirchen zerstört und Bischöfe hingeschlachtet.
- 3. Konstantin erhebt sich zum Schutze der Christen, denen eine Verfolgung drohte.
- 4. Konstantin rüstet sich unter Gebet zum Kriege, Licinius aber mit Orakelsprüchen.
- 5. Licinius opferte in dem Hain und spricht dabei über die Götzen und über Christus.
- 6. In den Städten des Licinius zeigen sich Erscheinungen, als ob die Heere Konstantins durchzögen.
- 7. Im Kriege wird überall, wo das kreuzähnliche Feldzeichen erscheint, der Sieg erfochten.
- 8. Es werden fünfzig Männer ausgewählt, das Kreuz zu tragen.
- 9. Von den Kreuzträgern wird, wer flieht, getötet, wer jedoch gläubig aushält, gerettet.
- 10. Verschiedene Treffen und Konstantins Siege.
- 11. Flucht und Zauberkünste des Licinius.
- 12. Konstantin siegt im Zelte betend.
- 13. Konstantins Milde gegen die Kriegsgefangenen.
- 14. Weiteres über sein Gebet im Zelte.
- 15. Des Licinius erheuchelte Freundschaft; sein Götzendienst.
- 16. Licinius ermahnt seine Soldaten, nicht gegen das Kreuz zu kämpfen.
- 17. Sieg Konstantins.
- 18. Tod des Licinius und der Triumph über ihn.
- 19. Jubel und Festlichkeiten.
- 20. Konstantin trifft gesetzliche Bestimmungen zugunsten der Bekenner.
- 21. Konstantin trifft auch gesetzliche Anordnungen in Betreff der Märtyrer und Kirchengüter.
- 22. Konstantin hilft auch den Heiden auf.
- 23. Konstantin verkündet Gott als den Urheber alles Guten; Abschriften von Gesetzen.
- 24. Gesetz Konstantins über die Gottesverehrung und das Christentum.
- 25. Ein Beispiel aus den alten Zeiten.
- 26. Über die Verfolgten und die Verfolger.
- 27. Die Verfolgung brachte viel Unheil über die verwegenen Feinde des Christentums.
- 28. Gott hat den Konstantin zum Werkzeug seiner Wohltaten auserwählt.
- 29. Konstantin richtet fromme Worte an Gott und lobt die Bekenner.
- 30. Das Gesetz befreit von der Verbannung, von der Überweisung an Staatsbehörden und der Gütereinziehung.
- 31. In gleicher Weise befreit das Gesetz die auf die Inseln Verbannten.
- 32 Das Gesetz befreit die unter Verlust ihrer bürgerlichen Ehre zur Arbeit in den Bergwerken oder zu Frondiensten Verurteilten.
- 33. Über die Bekenner, die dem Militärstande angehörten.
- 34. Es wird befreit, wer in Wollspinnereien geschickt worden ist oder aus dem Stande der Freiheit in die Sklaverei gegeben wurde.
- 35. Über die Vererbung des Vermögens der Blutzeugen, Bekenner, Verbannten und der mit Einziehung ihrer Güter Bestraften.
- 36. Jene, die keine Verwandte haben, soll die Kirche beerben; von Toten manchen gemachte Geschenke sollen rechtskräftig bleiben.
- 37. Die jetzigen Besitzer müssen solche Ländereien, Gärten und Wohnungen zurückgeben; vorbehalten bleib ihnen jedoch, was sie durch Nutznießung daraus gewonnen haben.
- 38. Art und Weise, wie diesbezügliche Bitten zu stellen sind.
- 39. Den Kirchen muß der Fiskus Ländereien, Gärten, Wohnungen und das übrige zurückgeben.
- 40. Die Begräbnisplätze der Märtyrer sollen den Kirchen gegeben werden.
- 41. Wer Kirchengut gekauft oder durch Schenkung erhalten hat, soll es zurückgeben.
- 42. Ermahnungen, eifrig Gott zu verehren.
- 43. Was Konstantin verordnet, wird auch ausgeführt.
- 44. Konstantin zieht die christlichen Beamten vor; allenfallsigen heidnischen wird verboten Opfer darzubringen.
- 45. Gesetze, die die Opfer verbieten und den Bau von Kirchen verordnen.
- 46. Konstantin schreibt an Eusebius und die übrigen Bischöfe über die Erbauung von Kirchen; sie sollen durch Vermittlung der Befehlshaber die alten Kirchen wieder herstellen und größere bauen.
- 47. Konstantins Erlaß gegen den Götzendienst.
- 48. Konstantins Erlaß an die Provinzen über den Irrtum der Vielgötterei. Die Einleitung handelt von dem Laster und der Tugend.
- 49. Über den Gott liebenden Vater Konstantins und über die Verfolger Diokletian und Maximian.
- 50. Infolge des Orakels des Apollo, daß er wegen der Gerechten nicht mehr weissagen könne, ist die Verfolgung ausgebrochen.
- 51. Konstantin hat noch als Jüngliag selber gehört, wie Diokletian den Befehl zu den Verfolgungsedikten gab, weil er gehört hatte, daß die Gerechten die Christen seien.
- 52. Wie viele Arien von Martern und Strafen man sich gegen die Christen erlaubte.
- 53. Barbaren haben den Christen Zuflucht gewährt.
- 54. Welche Strafe die ereilte, die infolge des Orakelspruches die Verfolgung begonnen hatten.
- 55. Konstantin gibt Gott die Ehre; er bekennt sich zum Zeichen des Kreuzes und betet für die Kirchen und das Volk.
- 56. Konstantin betet, es möchten alle Christen sein, er zwingt aber keinen, es zu werden.
- 57. Konstantin gibt Gott die Ehre, der durch seinen Sohn die Irrenden erleuchtet hat.
- 58. Konstantin gibt wiederum Gott die Ehre wegen der Leitung der Welt.
- 59. Konstantin gibt Gott die Ehre, weil er allzeit das Gute lehrt.
- 60. Ermahnungen am Schlusse des Erlasses, keinem lästig zu fallen.
- 61. Von Alexandria aus erheben sich Streitigkeiten wegen des Arius.
- 62. Über Arius und die Melitianer.
- 63. Konstantin überschickt um des Friedens willen durch einen Gesandten ein Schreiben.
- 64. Konstantins Schreiben an den Bischof Alexander und den Priester Arius.
- 65. Konstantin hat beständig für den Frieden gesorgt.
- 66. Konstantin hat auch die Streitigkeiten in Afrika beigelegt.
- 67. Im Osten hat die Religion ihren Ausgang genommen.
- 68. Voll Schmerz über den Zwiespalt rät Konstantin zum Frieden.
- 69. Womit der Streit zwischen Alexander und Arius begonnen hat; man hätte überhaupt diese Frage nicht aufwerfen sollen.
- 70. Ermahnungen zur Eintracht.
- 71. Geringfügiger Worte wegen darf man nicht streiten, wenn man über die Sache eins ist.
- 72. Konstantin empfindet bei seiner Frömmigkeit sehr großen Schmerz, so daß er sogar Tränen vergießen muß und seine beabsichtigte Reise nach dem Osten aufschiebt.
- 73. Die Verwirrung und die Streitigkeiten dauern auch nach diesem Schreiben noch fort.
- Buch III
- Buch IV
- Des Kaisers Konstantin Rede an die Versammlung der Heiligen