24. Gesetz Konstantins über die Gottesverehrung und das Christentum.
BRIEF KONSTANTINS, DES SOHNES DES KONSTANTIUS, ALLEINHERRSCHERS DER RÖMER; DAS ERSTE SCHREIBEN AN DIE ÖSTLICHEN PROVINZEN NACH DEM SIEGE ÜBER DIE TYRANNEN.
Der Sieger Kaiser Konstantin der Große an die Bewohner Palästinas.
„Es war schon von jeher und längst bei allen, die richtig und besonnen über das höchste Wesen urteilten, der große Unterschied klar und über allen Zweifel weit erhaben, der zwischen der genauen Beobachtung der heiligen Religion des Christentums und den Menschen bestand, die sie anfeindeten und verachten wollten. Jetzt aber hat sich noch mehr durch augenfälligere Ereignisse und glänzendere Taten gezeigt, sowohl wie unvernünftig der Zweifel wäre, als auch wie gewaltig die Macht des großen Gottes ist, da diejenigen, die in Treue und Ehrfurcht das heilige Gesetz erfüllen und keines seiner Gebote zu übertreten wagen, alles Gute im Überflusse haben und für ihre Unternehmungen mit der trefflichsten Kraft samt den besten Hoffnungen ausgerüstet sind, während bei denen, die den Weg der Gerechtigkeit einschlugen, auch der Erfolg ihren Gesinnungen entsprechend war. Wie sollte denn auch etwas Gutes erlangen, wer Gott, den Urheber alles Guten, weder anerkennt noch auch gebührend verehren will? Bekräftigt werden unsere Worte auch durch die Ereignisse.
