29. Konstantin richtet fromme Worte an Gott und lobt die Bekenner.
„Nie ja möchte ich vergessen, welchen Dank ich Gott schulde. Da ich die Überzeugung gewonnen habe, daß dies die herrlichste Aufgabe, dies ein gnadenvolles Geschenk an mich sei, komme ich auch bis zu den Ländern des Ostens, die von schwereren Leiden heimgesucht, auch eine größere Hilfe von uns verlangten. Ich bin aber des zuversichtlichen Glaubens, daß ich meine ganze Seele und jeden Atemzug und überhaupt jede Regung in meinem innersten Geiste ganz und vollständig dem höchsten Gott schulde.
„Ich weiß nun wohl, daß durchaus nicht des Wohlwollens der Menschen bedarf, wer in der rechten Weise der Hoffnung auf den Himmel nachstrebt und diese vornehmlich und ohne zu wanken auf die Wohnungen Gottes gerichtet hat; er genießt um so größere Ehren, je mehr er sich über die Verluste und Schrecknisse der Erde erhaben gezeigt hat. Dennoch halte ich es für unsere Pflicht, von Menschen, die nichts verschuldet und nichts zu verantworten haben, so weit als möglich die Bedrängnisse, die eine Zeitlang über sie hereingebrochen waren, und alle unverdienten Prüfungen fern zu halten. Sonst geschähe ja das Widersinnige, daß deren Starkmut und Standhaftigkeit unter den Tyrannen, die die Männer wegen ihrer Gottesverehrung eifrig verfolgten, genugsam erprobt worden wäre, ihr Ruhm aber an Glanz und Glückseligkeit unter der Regierung des Dieners Gottes nicht wachsen würde.
