II. KAPITEL. Von der Schöpfertätigkeit.
[Forts. v. S. 45 ] Der gute, übergute Gott hat sich nicht mit der Betrachtung seiner selbst begnügt, nein, im Übermaße seiner Güte hat er gewollt, daß etwas werde, das seine Wohltaten empfangen und an seiner Güte teilnehmen soll. Darum bringt er alles aus dem Nichtsein ins Sein hervor und schafft es, das Unsichtbare wie das Sichtbare und den Menschen, der aus Sichtbarem und Unsichtbarem zusammengesetzt ist. Er schafft aber, indem er denkt, und der Gedanke subsistiert als Werk, durch das Wort vollbracht und durch den Geist vollendet 1.
Greg. Naz., Or. 38, 9 (Migne, P. gr. 36, 320 C) u. Or. 45, 5 (Migne, I. c. 629 A). ↩
