Einleitung.
Bevor wir mit dem fünften Buch unserer Geschichte beginnen, müssen wir diejenigen, die diese Abhandlung lesen werden, bitten, uns nicht vorschnell dafür zu tadeln, dass wir, nachdem wir uns vorgenommen haben, eine Kirchengeschichte zu schreiben, immer noch einen solchen Bericht über die Kriege, die während des betrachteten Zeitraums stattgefunden haben, mit den kirchlichen Angelegenheiten vermischt haben, der ordnungsgemäß beglaubigt werden konnte. Dies haben wir aus mehreren Gründen getan: erstens, um unseren Lesern eine genaue Darstellung der Tatsachen zu geben; zweitens aber auch, damit das Gemüt der Leser nicht durch die Wiederholung der Streitigkeiten der Bischöfe und ihrer heimtückischen Machenschaften gegeneinander gesättigt wird; vor allem aber, damit deutlich wird, dass, wann immer die Angelegenheiten des Staates gestört wurden, auch die der Kirche wie durch eine lebendige Sympathie in Unordnung gerieten. In der Tat wird derjenige, der das Thema aufmerksam untersucht, feststellen, dass das Unheil des Staates und die Unruhen der Kirche untrennbar miteinander verbunden sind; denn er wird feststellen, dass sie entweder zusammen entstanden sind oder einander unmittelbar gefolgt sind. Manchmal kommen die kirchlichen Angelegenheiten in der Reihenfolge zuerst, dann folgen die Unruhen im Staat, und manchmal umgekehrt, so dass ich nicht glauben kann, dass dieser unveränderliche Wechsel nur zufällig ist, sondern ich bin überzeugt, dass er von unseren Missetaten herrührt, und dass diese Übel uns als verdiente Strafen auferlegt werden, wenn es wirklich so ist, wie der Apostel sagt: "Die Sünden mancher Menschen sind vorher offen und gehen vor dem Gericht, und mancher Menschen folgen sie nach. Aus diesem Grund haben wir viele staatliche Angelegenheiten mit unserer kirchlichen Geschichte verwoben. Von den Kriegen, die während der Regierungszeit Konstantins geführt wurden, haben wir nichts erwähnt, da wir keinen Bericht über sie gefunden haben, auf den man sich wegen ihrer Ungerechtigkeit verlassen konnte; aber von den späteren Ereignissen haben wir so viele Informationen, wie wir von den noch lebenden Personen in der Reihenfolge ihres Auftretens sammeln konnten, in einem schnellen Rückblick weitergegeben. Wir haben die Kaiser immer wieder in diese geschichtlichen Einzelheiten einbezogen; denn von der Zeit an, als sie begannen, sich zur christlichen Religion zu bekennen, hingen die Angelegenheiten der Kirche von ihnen ab, so dass sogar die größten Synoden durch ihre Ernennung einberufen wurden und noch werden. Schließlich haben wir die arianische Häresie besonders beachtet, weil sie die Kirchen so sehr beunruhigt hat. Diese Bemerkungen mögen als Vorwort genügen: Wir werden nun mit unserer Geschichte fortfahren.
