13. Gott als Vater und Herr Christi.
Die Heilsfügung des großen und ehrfürchtigen Geheimnisses hat den Vater der göttlichen Geburt S. 243 darüber hinaus zum Herrn über die angenommene Zustandsweise (als Mensch) gemacht, da ja in Knechtes Gestalt erfunden wurde, wer in Gottes Gestalt Dasein besaß.1 Knecht war er nämlich nicht, als er gemäß dem Geist als Gott Sohn Gottes war. Und nach einhelligem Urteil ist da auch kein Herr, wo kein Knecht ist. Gott ist er zwar und der Vater der Geburt des eingeborenen Gottes. Aber mit Rücksicht darauf, daß er (Christus) Knecht ist, können wir ihm erst dann einen Herrn zusprechen, wann er Knecht ist. Denn wenn er vorher seinem Wesen nach kein Knecht war und er erst nachher begonnen hat, seinem Wesen nach das zu sein, was er nicht war, so darf man als Ursache für die Herrschaft keine andere anerkennen als die, welche für die Knechtschaft da ist. Damals gewann er durch die Fügung der Wesen (sannahme) einen Herrn, als er auf Grund der Menschannahme sich als Knecht darbot.
Vgl. Phil. 2, 7. ↩
