3. Antwort auf die vorgelegte Frage.
Ein dreifacher Grund ist uns von den Vorfahren für diese genannte Unfruchtbarkeit des Geistes angegeben. Entweder kommt sie von unserer Nachlässigkeit oder von der Anfechtung des Teufels oder auf Anordnung Gottes zu unserer Prüfung. Von unserer Nachlässigkeit kommt sie, wenn wir aus eigener Schuld zuvor in Lauigkeit fielen, uns unvorsichtig und zu bequem verhielten und mit Feigheit und Trägheit schädlichen Gedanken ergeben auf der Erde unseres Herzens Dornen und Disteln sprossen ließen; wenn diese hervorkeimen, so werden wir nothwendig unfruchtbar und leer von aller geistlichen Frucht und Beschauung. — Die Anfechtung des Teufels ist schuld, wenn wir zuweilen selbst unter guten Bestrebungen durch diesen Gegner, der mit seiner Schlauheit in unsern Geist eindringt, ohne unser Wissen oder gegen unsern Willen von den besten Meinungen abgezogen werden.

Conférences de Cassien sur la perfection religieuse | vergleichen |
Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (BKV) |
Avant-Propos des Conférences de Cassien sur la perfection religieuse | |
Einleitung: Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern |
- Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (Collationes patrum)
- Vorwort des Priesters Johann Cassian zu den zehn Unterredungen mit den Vätern, die in der scythischen Wüste wohnten.
- Erste Unterredung, gehalten mit Abt Moyses über Absicht und Endzweck des Mönches.
- Zweite Unterredung des Abtes Moyses über die Klugheit.
- Dritte Unterredung, welche die mit dem Abte Paphnutius ist, über die drei Entsagungen.
- Vierte Unterredung, welche die mit Abt Daniel ist über die Begierlichkeit des Fleisches und des Geistes.
- 1. Über Abt Daniel.
- 2. Frage, woher die plötzliche Veränderung der Geister komme, von unaussprechlicher Freude bis zur tiefsten Niedergeschlagenheit des Gemüthes.
- 3. Antwort auf die vorgelegte Frage.
- 4. Daß es für die Anordnung und Prüfung Gottes eine doppelte Ursache gebe.
- 5. Daß unser Streben und Thun ohne die Hilfe Gottes Nichts vermöge.
- 6. Daß es uns nützlich sei, zuweilen von Gott verlassen zu werden.
- 7. Von der Nützlichkeit jenes Kampfes, den der Apostel in den Widerstreit des Fleisches und Geistes setzt.
- 8. Frage, wie denn in dem Capitel des Apostels nach den unter sich streitenden Begierden des Fleisches und des Geistes ein dritter Wille beigefügt werde.
- 9. Über den Verstand Dessen, der richtig fragt.
- 10. Daß das Wort „Fleisch“ nicht in einer Bedeutung gebraucht werde.
- 11. Was an dieser Stelle vom Apostel Fleisch genannt werde, und was die Begierde des Fleisches sei.
- 12. Was unser Wille sei, der zwischen dem Begehren des Fleisches und Geistes liegt.
- 13. Über die Nützlichkeit der Verzögerung, welche [Seitenwechsel, d. Bearb.] aus dem Kampfe des Fleisches und Geistes entsteht.
- 14. Von der unverbesserlichen Bosheit der verworfenen Geister.
- 15. Was uns die Begierde des Fleisches gegen den Geist nütze.
- 16. Von den fleischlichen Gluten, durch die wir schwerer zu Fall kämen, wenn wir nicht gedemüthigt würden.
- 17. Über die Lauheit der Verschnittenen.
- 18. Frage, was für ein Unterschied sei zwischen einem Fleischlichen und Seelischen.
- 19. Von dem dreifachen Zustande der Seelen.
- 20. Von Denen, die schlecht entsagen.
- 21. Von denen, die Großes verlassen und vom Kleinen beherrscht werden.
- Fünfte Unterredung, welche die des Abtes Serapion über die acht Hauptsünden ist.
- Sechste Unterredung, welche die des Abtes Theodor über den Mord der Heiligen ist.
- Siebente Unterredung, welche die erste mit Abt Serenus ist, über die Veränderlichkeit der Seele und die bösen Geister.
- Achte Unterredung, welche die zweite mit Abt Serenus ist über die Herrschaften oder Mächte.
- Neunte Unterredung, welche die erste des Abtes Isaak ist, über das Gebet.
- Zehnte Unterredung, welche die zweite des Abtes Isaak ist, über das Gebet.
- Vorwort des Johannes Cassianus zu sieben Unterredungen mit den Vätern, welche die ägyptische Wüste Thebais bewohnten.
- Elfte Unterredung, welche die erste des Abtes Chäremon ist über die Vollkommenheit.
- Zwölfte Unterredung welche die zweite des Abtes Chäremon ist, über die Keuschheit.
- Dreizehnte Unterredung, welche die dritte des Abtes Chäremon ist, über die Hilfe Gottes.
- Vierzehnte Unterredung, welche die elfte des Abtes Nesteros ist, über die geistliche Wissenschaft.
- Fünfzehnte Unterredung, welche die zweite des Abtes Nesteros ist, über die göttlichen Gnadengaben.
- Sechzehnte Unterredung, welche die erste des Abtes Joseph ist, über die Freundschaft.
- Siebzehnte Unterredung, welche die zweite des Abtes Joseph ist, über das Entscheiden.
- Vorwort des Johannes Cassianus zu sieben letzten Unterredungen mit den Vätern, welche im Gebiete des jenseitigen Ägyptens wohnten.
- Achtzehnte Unterredung, welche die des Abtes Piammon ist, über drei alle Arten von Mönchen und eine vierte, neu entstandene.
- Neunzehnte Unterredung, welche die des Abtes Johannes ist, über das Ziel des Mönches und des Einsiedlers.
- Zwanzigste Unterredung, welche die des Abtes Pinusius ist über das Ziel der Buße und die Genugthuung.
- Einundzwanzigste Unterredung, welche die erste des Abtes Theonas ist, über die Nachsicht in der Quinquagesima.
- Zweiundzwanzigste Unterredung, welche die zweite des Abtes Monas ist, über die nächtlichen Bethörungen.
- Dreiundzwanzigste Unterredung, welche die dritte des Abtes Theonas ist, darüber, daß der Apostel sagt: „Denn nicht das Gute, welches ich will, thue ich, sondern was ich nicht will, das Böse, das thue ich.“
- Vierundzwanzigste und letzte Unterredung, welche die des Abtes Abraham ist über die Abtödtung.