3. Die Seuche der arianischen Irrlehre.
Eine verderbliche und überaus tödliche Seuche hat sich unlängst über die Völker erhoben, die mit unheimlicher Ansteckung um sich fraß und das Verderben elenden Sterbens einschleppte. Denn so verderblich hat S. 265 nicht die plötzliche wüste Vernichtung von Städten mitsamt ihrer ganzen Bewohnerschaft gewütet oder die zahlreichen und unseligen Todesfälle in den Kriegen oder unheilbare Krankheiten von Volksseuchen, wie zum Verderben des Menschengeschlechtes diese unheilvolle Irrlehre um sich gefressen hat. Denn für Gott, dem in den Toten alles lebt, geht nur das verloren, was für sich selbst verlorengeht. Denn über alle wird er Gericht sprechen, und nach der Erbarmung seiner Herrlichkeit wird er dem unwissenden Irrtum die Strafe mäßigen; die ihn aber leugnen, wird er überhaupt nicht richten, sondern (sogar) verleugnen.1
Matth. 10, 33. ↩

Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (BKV) |
Einleitung zu: Des heiligen Bischofs Hilarius von Poitiers zwölf Bücher über die Dreieinigkeit |
- Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)
- Erstes Buch
- Zweites Buch
- Drittes Buch
- Viertes Buch
- Fünftes Buch
- Sechstes Buch
- 1. Die in die Breite fortwuchernde Irrlehre der Arianer kann nur mühsam beseitigt werden.
- 2. Was Hilarius zur Widerlegung veranlaßt.
- 3. Die Seuche der arianischen Irrlehre.
- 4. Wie heimtückisch sie ihr Gift verspritzt.
- 5. Des Arius und seiner Anhänger Brief an Alexander.
- 6.
- 7. Gift ist in diesem Brief verborgen.
- 8. Gegenstand und Ziel der Abhandlung des Hilarius.
- 9. Deutung des Valentinus. Die Kirche ist dem fremd. Mit Berufung auf die Bezeichnung „Ausweitung” bemühen die Irrlehrer sich, die Geburt zunichte zu machen.
- 10. Den Manichäus verwerfen sie, um das „einwesentlich”* (ὁμοούσιος)* [homoousios] zu beseitigen. Die Kirche weiß nichts von einem Teil, sondern nur von der Fülle Gottes im Sohn.
- 11. Den Sabellius verwerfen sie, um in Vater und Sohn die Einheit des Wesens aufzuheben.
- 12. In falscher Weise versteht Hieracas den Sohn als „Licht vom Licht”. Wie es die Kirche versteht.
- 13. Die für strittig gehaltene Geburt Gottes aus Gott wird nachgewiesen.
- 14. Die Künstlichkeit, mit der sie die Geburt des Sohnes aus dem Nichts kennzeichnen.
- 15. Die Irrlehre ist kühn, aber undurchdacht.
- 16. Sofern der Sohn aus Gott ist, ist er weder derselbe wie der Vater, noch etwas anderes, noch auch aus Nichts.
- 17. Frevel ist es, Gottes Selbstzeugnis nicht gläubig anzunehmen.
- 18. Die Auslegung der Sohnes-Namen durch die Irrlehrer.
- 19. Die Schriftlehre über Gott — nach Hilarius.
- 20. Herausstellung seiner Gewährsmänner.
- 21. Sein unerschütterlicher Glaube an die Gleichheit des Sohnes mit dem Vater; Grund dafür.
- 22. Wenn Christus wahrer Sohn ist, dann auch wahrer Gott. Daß er in Wahrheit Gottes Sohn ist, weiß man aus vielen Quellen.
- 23. Das Zeugnis des Vaters, daß er nicht angenommener, sondern eigentlicher Sohn ist.
- 24. Erneute Erläuterung des gleichen Wortes. Den Worten des Sohnes gibt er maßgebende Beweiskraft.
- 25. Mit Recht nennt Christus Gott seinen Vater und sich seinen Sohn.
- 26. Die Eigentümlichkeiten des Sohnes, die seinem Namen beigegeben werden.
- 27. Die Taten des Sohnes bezeugen, daß er wirklich Sohn ist. Nichts anderes behauptet das Zeugnis des Vaters. Unterschied Christi von den angenommenen Söhnen.
- 28. Aufweis der Geburt des Sohnes aus Gott und seiner Ankunft zu uns. Wer allein den Vater kennt, weil er von ihm her sein Dasein hat, der ist nicht erschaffen.
- 29. Der Ausdruck „Von ihm her habe ich mein Sein” kann nicht auf seine Menschlichkeit bezogen werden. Von dem man nicht weiß, woher er sei, der ist auch nicht erschaffen.
- 30. Gott ist nur denen zugleich auch Vater, die den Sohn verehren, und zwar nicht auf Grund einer Kindschaftsannahme. Bedeutung des Ursprungs aus Gott.
- 31. Das Verdienst vollkommenen Glaubens an den Sohn. Unterschied zwischen der Geburt aus dem Vater und der Ankunft zu uns.
- 32. Die Apostel haben an Christus geglaubt als an den Sohn dem Wesen nach und nicht aus Kindschafts-annahme.
- 33. Die Bedeutung ihres Glaubens, daß er als erster von Gott ausgegangen sei.
- 34. Zuerst hatten sie seine Sendung aus Gott erkannt, aber noch nicht das Wesen seiner Geburt angenommen.
- 35. „Ausgang” ist die geeignete Bezeichnung für die Geburt des Sohnes.
- 36. Petrus hat den wahren Gottessohn bekannt und an ihn geglaubt.
- 37. Vorzug des Glaubens des Petrus.
- 38. Die Meinung der Irrlehrer ist dem Petrus fremd. Nur des Petrus Glaube soll gelten.
- 39. Indem Johannes den eingeborenen Sohn bekennt, hat er die Kindschafts-annahme abgelehnt.
- 40. Der eingeborene Sohn ist für Johannes nicht ein hochstehendes Geschöpf.
- 41. Der Glaube an Christus als an den Gottessohn ist heilsnotwendig.
- 42. Die Geburt des Sohnes aus dem Vater. Die Leugner des Sohnes sind Antichristen.
- 43. Vergleich zwischen Johannes und den Irrlehrern.
- 44. Oftmals lehrt Paulus Christus als den wahren Sohn Gottes.
- 45. Die Eigentümlichkeit des Sohnes wird ausdrücklich behauptet. Der griechische Wortlaut des Briefes an die Römer.
- 46. Unentschuldbar ist, wer die Gottessohnschaft Christi leugnet. Für Christus wird er den Antichrist hinnehmen.
- 47. Zur Erlangung des Heiles wird zuvor der Glaube an den Sohn Gottes gefordert.
- 48. Von dem Blinden, der schon das Augenlicht wieder hat, wird zu seinem Seelenheil das gleiche gefordert.
- 49. Die Dämonen kannten sehr wohl den Sohn Gottes.
- 50. Die Juden haben Christus als den Sohn Gottes gewußt, wenn sie auch nicht wußten, wer Christus sei. Die Arianer sind ärger gegen Christus als die Juden.
- 51. Die Apostel bekennen Christus als wahren Sohn Gottes.
- 52. So bekennt es auch der Hauptmann, der die Kreuzigung geleitet hatte.
- Siebtes Buch
- Achtes Buch
- Neuntes Buch
- Zehntes Buch
- Elftes Buch
- Zwölftes Buch