2. Zweite Frage über die Verschiedenheit der überirdischen Bösewichte.
Da sprach Germanus: Woher kommt, so fragen wir, eine so große Mannigfaltigkeit der dem Menschen feindlichen Gewalten und ihre Verschiedenheit, so daß der heil. Apostel sie so aufzählt: „Wir haben keinen Kampf gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften und Mächte, gegen die Fürsten der Welt dieser Finsternisse, gegen die Geister der Bosheit in den Lüften“? Und wieder: 1 „Weder Engel, noch Herrschaften, noch Mächte, noch irgend ein anderes Geschöpf wird uns trennen können von der Liebe Gottes, die da ist in Christo Jesu, unserm Herrn.“ Woher entstand also für uns die eifersüchtige Feindschaft einer solchen Bosheit? Muß man glauben, daß diese Mächte von dem Herrn dazu geschaffen worden seien, daß sie in diesen Reihen und Rangordnungen gegen den Menschen Krieg führen?
Röm. 8, 38. 39. ↩

Conférences de Cassien sur la perfection religieuse | vergleichen |
Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (BKV) |
Avant-Propos des Conférences de Cassien sur la perfection religieuse | |
Einleitung: Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern |
- Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (Collationes patrum)
- Vorwort des Priesters Johann Cassian zu den zehn Unterredungen mit den Vätern, die in der scythischen Wüste wohnten.
- Erste Unterredung, gehalten mit Abt Moyses über Absicht und Endzweck des Mönches.
- Zweite Unterredung des Abtes Moyses über die Klugheit.
- Dritte Unterredung, welche die mit dem Abte Paphnutius ist, über die drei Entsagungen.
- Vierte Unterredung, welche die mit Abt Daniel ist über die Begierlichkeit des Fleisches und des Geistes.
- Fünfte Unterredung, welche die des Abtes Serapion über die acht Hauptsünden ist.
- Sechste Unterredung, welche die des Abtes Theodor über den Mord der Heiligen ist.
- Siebente Unterredung, welche die erste mit Abt Serenus ist, über die Veränderlichkeit der Seele und die bösen Geister.
- Achte Unterredung, welche die zweite mit Abt Serenus ist über die Herrschaften oder Mächte.
- 1. Ein Mahl in der Wüste.
- 2. Zweite Frage über die Verschiedenheit der überirdischen Bösewichte.
- 3. Antwort über die vielfache Speise der heil. Schriften.
- 4. Von doppelten Meinungen über den Sinn der hl. Schriften.
- 5. Daß die vorgelegte Frage unter jene zu rechnen ist, welche nicht für ganz ausgemacht zu halten sind.
- 6. Daß von Gott nichts Böses erschaffen worden sei.
- 7. Über den Anfang der Herrschaften oder Mächte.
- 8. Über den Fall des Teufels und seiner Engel.
- 9. Es wird entgegnet, daß der Fall des Teufels seinen Anfang von der Verführung der Eva genommen habe.
- 10. Antwort über den Anfang des Falles Satans.
- 11. Von der Strafe dessen, der verführt oder verführt wird.
- 12. Über die Bedrängniß und Unruhe, welche die Teufel in diesem Luftkreis immer verursachen.
- 13. Daß die Teufel, wie sie die Menschen anfechten, ebenso auch sich gegenseitig bekämpfen.
- 14. Wie es gekommen sei, daß die bösen Geister die Namen von Herrschaften und Mächten erlangten.
- 15. Daß den heiligen und himmlischen Kräften nicht ohne Grund die Namen von Engeln und Erzengeln beigelegt sind.
- 16. Über die Unterwürfigkeit, welche die Teufel ihren Vorgefetzten gegenüber beobachten.
- 17. Daß jedem Menschen immer zwei Engel zur Seite sind.
- 18. Der Unterschied der Bosheit, welcher bei den bösen Geistern besteht, wird durch das Zeugniß zweier Philosophen bestätigt.
- 19. Daß die Geister Nichts gegen die Menschen vermögen, wenn sie nicht zuvor von deren Geist Besitz genommen haben.
- 20. Frage über die abgefallenen Engel, welche nach der Genesis mit den Töchtern der Menschen zusammengekommen sein sollen.
- 21. Lösung der vorgelegten Frage.
- 22. Einwand, wie den Söhnen Seths ihre unheilige Verbindung mit den Töchtern Kains vor dem gesetzlichen Verbote vorgeworfen werden könne.
- 23. Antwort, daß durch das natürliche Gesetz die Menschen schon von Anfang an der Verurtheilung und Strafe unterworfen waren.
- 24. Daß Diejenigen, welche vor der Sündfluth sündigten, mit Recht bestraft wurden.
- 25. Wie das zu verstehen sei, daß es im Evangelium vom Teufel heißt, er sei voll des Lügens und der Vater desselben.
- Neunte Unterredung, welche die erste des Abtes Isaak ist, über das Gebet.
- Zehnte Unterredung, welche die zweite des Abtes Isaak ist, über das Gebet.
- Vorwort des Johannes Cassianus zu sieben Unterredungen mit den Vätern, welche die ägyptische Wüste Thebais bewohnten.
- Elfte Unterredung, welche die erste des Abtes Chäremon ist über die Vollkommenheit.
- Zwölfte Unterredung welche die zweite des Abtes Chäremon ist, über die Keuschheit.
- Dreizehnte Unterredung, welche die dritte des Abtes Chäremon ist, über die Hilfe Gottes.
- Vierzehnte Unterredung, welche die elfte des Abtes Nesteros ist, über die geistliche Wissenschaft.
- Fünfzehnte Unterredung, welche die zweite des Abtes Nesteros ist, über die göttlichen Gnadengaben.
- Sechzehnte Unterredung, welche die erste des Abtes Joseph ist, über die Freundschaft.
- Siebzehnte Unterredung, welche die zweite des Abtes Joseph ist, über das Entscheiden.
- Vorwort des Johannes Cassianus zu sieben letzten Unterredungen mit den Vätern, welche im Gebiete des jenseitigen Ägyptens wohnten.
- Achtzehnte Unterredung, welche die des Abtes Piammon ist, über drei alle Arten von Mönchen und eine vierte, neu entstandene.
- Neunzehnte Unterredung, welche die des Abtes Johannes ist, über das Ziel des Mönches und des Einsiedlers.
- Zwanzigste Unterredung, welche die des Abtes Pinusius ist über das Ziel der Buße und die Genugthuung.
- Einundzwanzigste Unterredung, welche die erste des Abtes Theonas ist, über die Nachsicht in der Quinquagesima.
- Zweiundzwanzigste Unterredung, welche die zweite des Abtes Monas ist, über die nächtlichen Bethörungen.
- Dreiundzwanzigste Unterredung, welche die dritte des Abtes Theonas ist, darüber, daß der Apostel sagt: „Denn nicht das Gute, welches ich will, thue ich, sondern was ich nicht will, das Böse, das thue ich.“
- Vierundzwanzigste und letzte Unterredung, welche die des Abtes Abraham ist über die Abtödtung.