15. Daß den heiligen und himmlischen Kräften nicht ohne Grund die Namen von Engeln und Erzengeln beigelegt sind.
Es ist nun Niemandem zweifelhaft, daß dem guten S. a525 Theile dieselben Rangbenennungen nicht ohne Grund und Ursache beigelegt sind, und daß sie Namen von Ämtern oder Verdiensten oder Würden sind. Es ist nemlich klar, daß sie von dem Amte, Botschaften zu bringen, Engel. d. i. Boten genannt werden, und die Beschaffenheit des Namens selbst zeigt, daß die Erzengel deßhalb so heissen, weil sie den Engeln vorstehen. Herrschaften heissen sie davon, daß sie über Andere herrschen, und Fürstenthümer, weil sie solche haben, 1 deren Fürsten sie sind. Throne heissen Andere, weil sie so sehr Gott anhangen und ihm Hausgenossen und Freunde sind, daß auf ihnen die göttliche Majestät wie auf einem Throne ganz besonders ruht und gleichsam fester sich auf sie neigt.
Diese Erklärungen sind wohl etwas gar zu einfach. Dionys d. Areop. und der hl. Gregor haben sich die Sache weniger leicht gemacht. ↩
