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Aber wer Gott zu lieben vorgiebt und die Brüder haßt, der ist wie Einer, welcher findet und verliert und welcher anfüllt und ausschüttet; darum laßt uns zu jeder Zeit dem Guten nachfolgen und entgegenstehen dem Kampfe des Bösen! Wer eine Ursache des Bösen wird, der wird das Pfand des Bösen erhalten; ebenso auch, wer Ursache des Guten, der erhält Gutes vom allmächtigen Herrn und erbt die Seligkeiten. Denn die Verderber des Guten und die dem Bösen Ergebenen werden im unauslöschlichen Feuer der Hölle mit den Dämonen schuldig gequält. Und über Beide spricht dort das untrügliche Wort Christi das Urtheil: „Die Gerechten werden in das ewige Leben eingehen, und die Sünder in die ewigen Qualen,“ welche bereitet sind für den Satan und seine Engel.1 Denn vom Antichristen ist gesagt: „Der Mensch der Ungerechtigkeit, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, welcher mit dem Geiste seines Mundes tödtet den Bösen, Christus.“2 Dieselben Strafen sind für Die, welche dasselbe thun, mit wilden Sitten und häßlichen Werken; diese befiehlt der Prediger zu tödten, die Glieder der Sünden, aller schlechten Begierden, wie er sagt, „Wer ein Mensch der Sünden ist und ein Kind des Verderbens und Erbe der ewigen Qualen.“ Aber wer reine und mackellose Sitten besitzt nach dem Gebote Gottes, der wird ein gerechter und heiliger und wahrhafter Mensch S. 67 genannt, in aller Tugend vollkommen in Christo, Erbe zu werden des himmlischen Reiches und der unvergänglichen Güter.
