20. Ermahnung, den Vorschriften der Synode zu gehorchen.
„Da dem nun also ist, so nehmet mit Bereitwilligkeit die Gnade Gottes und den göttlichen Befehl auf! Denn alles, was auf den heiligen Versammlungen der Bischöfe verhandelt wird, das geht auf den göttlichen Willen zurück. Darum müßt ihr allen unsern geliebten Brüdern das Vorgeschriebene kundmachen, aber auch selber die vorgenannte Berechnung und Beobachtung des hochheiligen Tages annehmen und auch wieder anordnen, damit ich, wenn ich zu euch komme, um den längst ersehnten Anblick eurer Liebe zu genießen, an ein und demselben Tage das heilige Osterfest mit euch feiern kann und mich mit euch über alles freue, wenn ich daran denke, daß die göttliche Macht durch unsern Arm die diabolische Grausamkeit getilgt hat und daß überall euer Glaube, euer Friede und eure Eintracht blüht.
„Gott behüte euch, geliebte Brüderl“
Von diesem Briefe schickte der Kaiser eine gleichlautende Abschrift in alle Provinzen, und ließ so alle, S. 110die ihn lasen, in die makellose Reinheit seines Innern, seiner Ehrfurcht gegen Gott, einen Blick werfen.
