39. Vom Tode des Bischofs Remedius usw.
Auch der Bischof Remedius von Bourges(2) starb zu jener Zeit, und bald nach seinem Tode wurde der größte Teil jener Stadt von einer schrecklichen Feuersbrunst verheert, bei der auch alles unterging, was der feindliche Einfall noch verschont hatte(3) Danach wurde zum Bischof der Stadt Sulpicius erwählt, den König Gunthramn begünstigte. Denn da viele sich um das Bistum bewarben und Geschenke dafür anboten, soll der König ihnen folgende Antwort erteilt haben: „Es ist nicht Sitte unserer fürstlichen Person, ein Bistum für Geld zu verkaufen, und auch nicht geziemend für euch, es um Sold zu gewinnen, auf daß wir nicht schnöder Habsucht geziehen und ihr nicht Simon dem Zauberer gleich geachtet werdet(4) Nach Gottes Vorherbestimmung wird Sulpicius euer Bischof S. 170 sein." So wurde dieser in den geistlichen Stand eingeführt und erhielt das Bistum der erwähnten Kirche. Er ist aber ein Mann von sehr vornehmem Geschlecht, von einer der angesehensten römischen Familien Galliens abstammend, trefflich unterrichtet in den freien Wissenschaften, in der Dichtkunst übertrifft ihn niemand. Er war es, der jene Kirchenversammlung wegen der Kirchspiele berief, die zu Lahors gehören(1).
