2. Streit zwischen Chartres und Orléans
S. 193 Als Chilperich gestorben war und den Tod gefunden hatte, zu dem ihn seine Taten trieben(1), verbanden sich die von Orleans und Blois und kamen über die von Chateaudun, überfielen sie unerwartet und überwältigten sie; ihre Häuser, ihre Vorräte, und was sie nicht leicht fortschaffen konnten, verbrannten sie, trieben das Vieh fort und nahmen alles mit, was sie tragen konnten. Als sie aber heimzogen, verbanden sich die von Chateaudun mit den ändern im Gebiet von Chartres und folgten ihnen auf den Fersen; wie jene an ihnen getan hatten, taten sie ihnen wieder, denn sie ließen nichts in ihren Häusern oder außerhalb der Häuser noch von den Häusern selbst übrig. Als sie aber untereinander haderten und zankten, auch die von Orleans gegen sie wieder zu den Waffen griffen, traten die Grafen dazwischen, und es wurde Friede gemacht bis zur öffentlichen Verhandlung der Sache; am nächsten Gerichtstage sollte nämlich der Teil, der gegen den ändern un-berechtigt losgebrochen war, nach Urteil und Recht die Buße zahlen. So stand man vom Kampfe ab.
