18. Gunthramn vor Mord gewarnt
Als aber der König sich noch zu Paris befand, kam ein geringer Mann zu ihm und sprach: „Höre, o König, auf die Worte meines Mundes(2). Denn wisse, daß Faraulf, der einst deines Bruders Oberkämmerer war, damit umgeht, dich zu töten. Ich habe nämlich vernommen, daß er im Sinne führt, dich, wenn du zum Morgengebet in die Kirche gehst, entweder mit einem Messer zu erstechen oder mit seinem Speere zu durchbohren." Der König erschrak und ließ Faraulf rufen. Er leugnete es zwar, aber der König wurde doch hierdurch sehr besorgt gemacht und umgab sich mit einer starken Schutzwache. Er ging fortan zu den heiligen Stätten oder anderswohin immer nur von Bewaffneten und Wachen umringt(3). Faraulf aber starb nicht lange nachher.
