5. König Gunthramn in Paris
Die Königin Fredegunde entschloß sich darauf, Gesandte an König Gunthramn zu schicken und sprach: „Möge mein Herr doch kommen und das Reich seines Bruders in Besitz nehmen. Ich habe nur einen kleinen Sohn(4), den ich ihm in die Arme zu legen wünsche; auch mich selbst beuge ich willig unter seine Herrschaft." Da König Gunthramn dies hörte, weinte er bitterlich über den Tod seines Bruders, als er aber seinen Schmerz überwunden, bot er sein Heer auf und führte es gegen Paris. Und schon war er in der Stadt auf- S. 195 genommen, als auch König Childebert, sein Neffe, von einer anderen Seite anrückte.
