13. Konstantins Vater Konstantius duldet nicht, daß die Leute des Diokletian, Maximian und Maxentius die Christen verfolgen ( Der Name Maxentius ist sicher falsch; außer Diokletian ist wohl an Galerius Maximianus und Maximianus Herculius zu denken. Die Verfolgung begann 303. ) .
Unter den vier Kaisern, die sich in die Herrschaft des römischen Reiches teilten, schloß allein Konstantius, indem er ein Verfahren einschlug, das mit dem der übrigen nichts gemein hatte, Freundschaft mit Gott, dem Herrn der ganzen Welt. In der Tat bedrängten, verwüsteten und zerstörten jene die Kirchen Gottes bis auf den Grund und ließen selbst von den Grundmauern der Bethäuser keine Spur mehr übrig; er hingegen zeigte sich ihnen hierin durchaus unähnlich und bewahrte seine Hände rein von ihrer fluchbeladenen Gottlosigkeit. Jene befleckten die ihnen unterstehenden Provinzen des Reiches mit dem Blute gottesfürchtiger Männer und Frauen, die ihrem eigenen Stamme angehörten; er dagegen hielt seine Seele makellos rein von solch abscheulichem Frevel. Jene überlieferten durch die Verwirrung, wie sie der Greuel eines schrankenlosen Götzendienstes mit sich bringt, erst sich selbst und dann auch alle ihre Untertanen dem Truge der bösen Dämonen; er dagegen brachte denen, die unter seiner Herrschaft standen, den tiefsten Frieden und er ließ die Seinen ungestört ihre Gottesverehrung ausüben. Und während jene zumal S. 15allen Leuten die schwersten Abgaben auferlegten und ihnen so das Leben derart gestalteten, daß es unerträglich und härter wurde als der Tod, hat nur Konstantius seine Untertanen mit einer Herrschaft beglückt, die sorglos und friedlich leben ließ, nur er in väterlicher Fürsorge eine nie versagende Hilfstätigkeit entfaltet. Hunderte von herrlichen Eigenschaften gäbe es noch, die an diesem Kaiser von allen gepriesen werden; ich will aber nur die eine und andere edle Tat erwähnen, die einen Schluß gestattet auf das, was ich verschweigen muß, um wieder zum vorgesetzten Thema meiner Schrift überzugehen.
