37. Die Niederlage der Heere des Maxentius in Italien durch Konstantin.
Doch Konstantin fühlte Erbarmen mit all diesem Unheil und traf darum alle Vorbereitungen und Rüstungen zum Sturze der Tyrannei. Nachdem er sich also unter den Schutz Gottes, des höchsten Herrn, gestellt, seinen Christus um Hilfe und Beistand angerufen und die siegverleihende Fahne, das heilbringende Zeichen, an der Spilze seiner Trabanten und seiner Leibwache gestellt hatte, zog er mit seinem ganzen Heere heran, um den Römern die von ihren Ahnen ererbte Freiheit wiederzubringen. Da Maxentius mehr auf seine Zauberkünste als die anhängliche Liebe seiner Untertanen vertraute und sich keinen Schritt vor die Tore der Stadt heraus wagte, dagegen mit einer unzählbaren Schar von Kriegern und mit sehr vielen Heerhaufen alle Plätze, Gegenden und Städte, so viele ihrer ihm unterjocht waren, geschützt hatte, griff der Kaiser, der sich im Kampfe ganz auf die Hilfe Gottes stützte, die erste, zweite und dritte Linie des Tyrannen an, bezwang sie alle mit leichter Mühe schon gleich beim ersten Angriff und drang möglichst weit in Italien vor.1
Zu den Kap. 37-40 vgl. Kirchengeschichte IX 9, 3-11. ↩
