41. Freude in den Provinzen; Konstantins gnadenreiche Erlasse.
So hat also der gottgeliebte Kaiser sich seines Bekenntnisses des siegverleihenden Kreuzes gerühmt und mit allem Freimut auch den Römern die Kunde vom Sohne Gottes gebracht. Alle Bewohner der Stadt insgesamt, der Senat selber wie auch die Scharen des Volkes, atmeten gleichsam nach der bitteren Herrschaft des Tyrannen neu auf und vermeinten jetzt die Strahlen eines reineren Sonnenlichtes zu genießen und zu einem neuen, frischen Leben wiedergeboren zu sein. Und alle Völker, die bis zum Ozean gegen Sonnenuntergang wohnten, erfreuten sich im Gefühle ihrer Erlösung von den früheren drückenden Leiden in fröhlichen Festversammlungen und wurden nicht müde, den siegreichen Helden, den frommen Diener Gottes, den gemeinsamen Wohltäter in Lobgesängen zu preisen. Einstimmig und wie aus einem Munde bekannten sie alle, daß in Konstantin dem ganzen Menschengeschlechte durch Gottes Gnade ein Heil aufgegangen sei. Es wurde auch überall ein kaiserliches Schreiben veröffentlicht, das den ihres Vermögens Beraubten den Genuß ihrer Güter wieder zurückgab und die ungerechterweise in die Verbannung Getriebenen an den heimatlichen Herd zurückrief, und er befreite auch alle jene von ihren Ketten und von S. 34jeder Gefahr und Furcht, die durch die Grausamkeit des Tyrannen darunter hatten leiden müssen.
