36. Zauberkünste des Maxentius, Hungersnot in Rom.
Die Krone aber setzte der Tyrann seinen Schlechtigkeiten damit auf, daß er sich zur Zauberei fortreißen ließ; auf Zauberkünste sinnend ließ er bald schwangeren S. 30Frauen den Leib aufschneiden, bald die Eingeweide neugeborener Kinder durchsuchen oder auch Löwen schlachten und unsäglich schändliche Handlungen vornehmen, um Dämonen zu beschwören und den drohenden Krieg abzuwenden; durch solche Mittel hoffte er nämlich den Sieg zu erringen. So regierte der Tyrann zu Rom und es ist nicht zu sagen, mit welchen Schandtaten er seine Untertanen knechtete. Die Folge davon war, daß die drückendste Not und der äußerste Mangel auch an den allernotwendigsten Lebensmitteln eintrat, wie man es in Rom, soweit sich unsere Zeitgenossen erinnern, noch gar nie gesehen hat.1
Vgl. ebd. VIII, 14, 5 f. ↩

Vita Constantini et Constantini imperatoris oratio ad coetum sanctorum | vergleichen |
Vier Bücher über das Leben des Kaisers Konstantin und des Kaisers Konstantin Rede an die Versammlung der Heiligen (BKV) |
- Vier Bücher über das Leben des Kaisers Konstantin und des Kaisers Konstantin Rede an die Versammlung der Heiligen (Vita Constantini et Oratio ad coetum sanctorum)
- Buch I
- 1. Einleitung: Das Ende Konstantins; seine Söhne haben die Herrschaft angetreten
- 2. Fortsetzung der Einleitung.
- 3. Gott ehrt fromme Herrscher und stürzt Tyrannen.
- 4. Gott hat Konstantin geehrt.
- 5. Konstantin hat in Frömmigkeit über dreißig Jahre die Alleinherrschaft geführt und über sechzig Jahre gelebt.
- 6. Konstantin war Gottes Knecht und Besieger der Völker.
- 7. Vergleich mit dem Perserkönig Kyrus und dem Makedonierkönig Alexander.
- 8. Konstantin hat sich fast den ganzen Erdkreis unterworfen.
- 9. Konstantin war der fromme Sohn eines Kaisers und vererbte seine Herrschaft kaiserlichen Söhnen.
- 10. Dieses Geschichtswerk ist sowohl notwendig wie auch ersprießlich für die Seelen.
- 11. Der Geschichtschreiber will hier nur von den gottgefälligen Taten Konstantins berichten.
- 12. Wie Moses wird Konstantin in den Palästen von Tyrannen erzogen.
- 13. Konstantins Vater Konstantius duldet nicht, daß die Leute des Diokletian, Maximian und Maxentius die Christen verfolgen ( Der Name Maxentius ist sicher falsch; außer Diokletian ist wohl an Galerius Maximianus und Maximianus Herculius zu denken. Die Verfolgung begann 303. ) .
- 14. Konstantius, der Vater Konstantins, füllt, da ihm von Diokletian seine Armut vorgeworfen wird, die Schatzkammern mit Geld, gibt dieses jedoch denen wieder zurück, die es herbeigebracht haben.
- 15. Die anderen Kaiser verfolgen die Christen.
- 16. Konstantins Vater Konstantius gibt sich den Anschein eines Götzendieners und verbannt alle, die sich bereit erklären zu opfern; er behält hingegen diejenigen bei sich im Palaste, die es vorgezogen haben, ihren Glauben zu bekennen.
- 17. Konstantius ist dem Christentum freundlich gesinnt.
- 18. Nach der Abdankung des Diokletian und Maximian ist Konstantius, der sich einer reichen Nachkommenschaft erfreut, der erste Augustus.
- 19. Konstantin, des Konstantius Sohn, ist früher als Jüngling mit Diokletian nach Palästina gekommen.
- 20. Konstantin kehrt wegen der Nachstellungen des Diokletian zu seinem Vater zurück.
- 21. Tod des Konstantius, der seinem Sohne Konstantin die Herrschaft hinterläßt.
- 22. Nach der Bestattung des Konstantius rufen die Heere Konstantin zum Kaiser aus.
- 23. Kurze Erwähnung des Sturzes der Tyrannen.
- 24. Konstantin hat die kaiserliche Würde durch den Willen Gottes erhalten.
- 25. Die Siege Konstantins über die Barbaren und Britannier.
- 26. Konstantin nimmt sich vor, Rom von Maxentius zu befreien.
- 27. Konstantin beherzigt das traurige Ende der Götzendiener und entscheidet sich für das Christentum.
- 28. Gott gewährt Konstantin auf seine Bitte eine Erscheinung: er läßt ihn um die Mittagszeit am Himmel ein Kreuz aus Licht schauen mit der Inschrift, er solle durch dieses siegen.
- 29. Der Christus Gottes erscheint Konstantin im Traume und befiehlt ihm, sich im Kriege eines Feldzeichens zu bedienen, das dem Kreuze nachgebildet sei.
- 30. Die Anfertigung dieses Kreuzeszeichens.
- 31. Beschreibung des kreuzähnlichen Feldzeichens, das die Römer jetzt Labarum nennen.
- 32. Nachdem Konstantin Belehrung gefunden hat, liest er die heiligen Schriften.
- 33. Des Maxentius Unzucht in Rom .
- 34. Die Frau eines Statthalters tötet sich selbst, um ihre Keuschheit zu bewahren.
- 35. Maxentius läßt unter dem römischen Volke ein Blutbad anrichten.
- 36. Zauberkünste des Maxentius, Hungersnot in Rom.
- 37. Die Niederlage der Heere des Maxentius in Italien durch Konstantin.
- 38. Tod des Maxentius an der Tiberbrücke.
- 39. Konstantins Einzug in Rom.
- 40. Das Standbild Konstantins mit dem Kreuze; Inschrift der Statue.
- 41. Freude in den Provinzen; Konstantins gnadenreiche Erlasse.
- 42. Konstantins Ehrenbezeigungen gegen die Bischöfe; Bau von Kirchen.
- 43. Konstantins Wohltätigkeit gegen die Armen und Dürftigen.
- 44. Konstantin nimmt an den Versammlungen der Bischöfe teil.
- 45. Konstantin erträgt auch die Unvernünftigen mit Geduld.
- 46. Siege über Barbaren.
- 47. Tod des Maximin, der auf Nachstellungen gesonnen, und anderer, deren Pläne Konstantin durch eine Offenbarung Gottes erkennt .
- 48. Feier der zehnjährigen Regierung Konstantins.
- 49. Licinius bedrückt den Osten.
- 50. Licinius will Konstantin Nachstellungen bereiten.
- 51. Anschläge des Licinius gegen die Bischöfe; Verhinderung ihrer Versammlungen.
- 52. Die Christen werden verbannt und ihre Güter eingezogen.
- 53. Es wird verboten, daß die Frauen zugleich mit den Männern in die Kirche kommen; die Gläubigen sollen vor den Stadttoren beten.
- 54. Wer nicht opfert, soll aus dem Heere entlassen werden und den Gefangenen darf man nicht den Lebensunterhalt reichen.
- 55. Des Licinius Ungerechtigkeit, Habsucht und Unzucht.
- 56. Licinius unternimmt es zuletzt, eine Verfolgung zu beginnen.
- 57. Maximian erläßt, überwältigt von einer Fistel und den Würmern in seinem Leibe, ein Gesetz zugunsten der Christen.
- 58. Der Christenverfolger Maximin flieht und verbirgt sich in Sklavenkleidung.
- 59. In der Krankheit erblindet, erläßt Maximin ein Gesetz zugunsten der Christen.
- Buch II
- Buch III
- Buch IV
- Des Kaisers Konstantin Rede an die Versammlung der Heiligen
- Buch I