33. Des Maxentius Unzucht in Rom .
Es machte sich nämlich jener Tyrann, der früher auf gewaltsame Weise die Kaiserstadt an sich gerissen hatte, mit Eifer an alle Gottlosigkeiten und Frevel, so daß er keine noch so gewagte, abscheuliche und sittenlose Handlung mehr unterließ. Er entriß den Männern ihre rechtmäßigen Frauen, entehrte sie auf das schmählichste und schickte sie dann wieder ihren Männern zurück, und eine solch schmachvolle Handlungsweise erlaubte er sich nicht bloß bei Leuten, die unbedeutend und unbeachtet waren, sondern auch bei den ersten Mitgliedern des römischen Senates. Unzähligen edlen Frauen tat er so schimpfliche Gewalt an, und doch konnte er damit seine schranken- und zügellose Begierde nicht befriedigen. Wie er sich aber sogar an christlichen Frauen vergreifen wollte, da war es ihm nicht mehr möglich, Mittel und Wege zu finden, um seinen Gelüsten zu willfahren, denn lieber wollten diese ihr Leben hingeben, als sich den Leib von ihm schänden lassen.1
Dieses Kapitel hat Eusebius zum großen Teil aus seiner Kirchengeschichte [VIII 14. 2] übernommen. ↩
