25. Die Siege Konstantins über die Barbaren und Britannier.
Wie nun Konstantin auf den Thron gekommen war, da wendete er seine Fürsorge sofort dem Anteil des Reiches zu, den er von seinem Vater überkommen hatte. S. 23Er besuchte alle Provinzen, die früher zur Herrschaft seines Vaters gehört hatten, und zeigte dabei die größte Menschenfreundlichkeit. Die am Rhein und am westlichen Ozean wohnenden Barbarenstämme, die sich zu erheben wagten, unterwarf er alle und veredelte zugleich ihre wilden Sitten; andere Völker aber trieb und schreckte er wie wilde Tiere von seinem Reiche zurück, wenn er sah, daß sie sich auf keine Weise zu einer gesitteten Lebensweise führen ließen. Nachdem dieses alles von ihm in entsprechender Weise geordnet war, richtete er sogleich sein Augenmerk auf die übrigen Teile des Erdkreises und zog über das Meer gegen die Stämme der Britannier1 , die ganz im Ozean liegen, und nachdem er auch diese sich unterjocht hatte, sah er nach den übrigen Teilen des ganzen Reiches, um zu heilen, was seiner Hilfe bedürftig war.
Dieser Zug nach Britannien scheint auf einen Irrtum des Eusebius zurückzuführen zu sein. ↩
