21. Der Ursprung des Wortes wird von der menschlichen Vernunft nicht begriffen, muß also im Glauben erfaßt werden.
[Forts. v. S. 124 ] Dieses Leben ist das Licht der Menschen, dieses Licht ist die Erleuchtung der Finsternis. Und um wegen der Unmöglichkeit, seinen Ursprung zu beschreiben ― was schon vom Propheten gesagt war1 ―, trostvolle Ruhe zu geben, fügte der Fischer hinzu: „Und die Finsternis hat ihn nicht begriffen.”2 Da hört die Sprachfähigkeit unserer Geschöpflichkeit auf und sie hat keinen Ausweg; dennoch durfte jener Fischer dieses vernehmen, der an der Brust des Herrn ruhte.3 Das ist nicht die Sprache zeitlicher Irdischkeit; denn wovon gesprochen wird, das gehört nicht dem Zeitlich-irdischen an. Man möge es aufweisen, wenn man in dem Sinngehalt der Wörter noch über das hinaus etwas finden kann, was (von uns) gesagt wurde; und wenn dem Wesen (des Gottessohnes) noch andere Namen zukommen, als sie ausgelegt wurden, so mag man sie vorbringen. Wenn es das nicht gibt, geradezu deswegen, weil es das nicht gibt, so wollen wir diese Lehre eines Fischers bewundernd hinnehmen und in ihm den Spruch Gottes erfassen; und das Bekenntnis des Vaters und des Sohnes, des Ungewordenen und Eingeborenen, das unaussprechlich ist und jegliche Erfassung des Sprechens und Erkennens übersteigt: (dieses Bekenntnis) wollen wir festhalten und anbeten. Wie Johannes wollen wir beim Herrn Jesus ruhen, damit (auch) wir so wie er erfahren und sprechen können.
