33. Das Wirken des Hl. Geistes in uns.
S. 136 Was aber seine Obliegenheit1 in uns sei, wollen wir durch die Worte des Herrn selbst erfahren. Sagt er doch: „Noch vieles habe ich euch zu sagen, doch könnt ihr es jetzt noch nicht tragen.”2 Denn „euch ist es förderlich, daß ich gehe; wenn ich gegangen bin, dann werde ich euch den Fürsprecher senden”.3 Und wiederum: „Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Sachwalter senden, daß er in Ewigkeit bei euch sei, den Geist der Wahrheit.”4 „Jener wird euch in alle Wahrheit einführen; denn er spricht nicht aus eigener Macht, sondern was immer er gehört hat, wird er sprechen, und die Zukunft wird er euch vorhersagen. Jener wird mir Ehre erweisen, weil er von meinem Eigentum nimmt.”5 Von mehreren Stellen wurden diese Worte entnommen, um zum Verständnis hinzuführen; in diesen Worten ist der Wille des Gebers und auch Bedeutung und Stellung des Geschenkes umgrenzt. Denn weil unsere Schwachheit weder den Vater noch den Sohn fassen kann, deswegen sollte das Geschenk des Hl. Geistes in einer Art von Mittlertum unsere schwierige Glaubenslehre von der Menschwerdung Gottes erleuchten.
