2. Von der bis zum höchsten Alter andauernden Beharrlichkeit in den Klöstern.
[Forts. v. S. 60 ] Vor Allem glauben wir kurz berühren zu müssen, wie bei diesen Mönchen eine so stete Beharrlichkeit, Demuth und Unterwürfigkeit, die ihnen das Ausharren im Kloster bis zum gebeugten Greisenalter ermöglicht, so lange andauern kann, sowie durch welches Verfahren sie zu derselben angeleitet werden. Sie (die Demuth, Unterwürfigkeit) sind so groß, daß, soweit unsere Erinnerung zurückreicht, Niemand nach dem Eintritt in unsere Klöster auch nur ein ganzes Jahr sie festgehalten hätte, daß man aber auch nur die Anfänge solcher Selbstverläugnung wahrzunehmen braucht, um daraus schließen zu können, daß über dem Fundamente eines solchen Anfanges das Gebäude der Vollkommenheit bis zur höchsten Spitze sich erheben würde.
