33. Fortsetzung.
„Wie nämlich Denen, die Gott treu dienen und nach den Regeln unserer Genossenschaft ihm anhangen, unermeßliche Seligkeit für die Ewigkeit in Aussicht gestellt wird, so werden die schwersten Strafen Denen bereitet, welche der Regel lau und nachläßig nachkommen, und die es versäumen, als Diener Gottes, für die sie sich ausgeben und die Leute sie halten, würdige Früchte der Heiligkeit zu tragen. Denn S. 87 „besser ist“, nach der heiligen Schrift,1 „nicht geloben, als geloben und nicht halten“, und „verflucht, der das Werk Gottes nachläßig vollbringt“.2 Deßhalb haben wir dich so lange zurückgewiesen, nicht als ob wir dein und Aller Heil nicht mit ganzer Sehnsucht zu sichern und Denen, die sich zu Christus bekehren wollen, sogar von Weitem entgegen zu gehen wünschten, sondern damit wir nicht durch eine leichtfertige Aufnahme uns des Leichtsinnes bei Gott schuldig machen und dir eine größere Strafe zuziehen, wenn du jetzt ohne Mühe aufgenommen wirst und, unbekannt mit den Pflichten dieses Ordens, nachher sie vernachläßigst oder lau erfüllest. Deßhalb mußt du zuerst erkennen, warum du der Welt entsagt hast; dann mußt du, durch die Erkenntniß dieses Grundes bewogen, tiefer in das Studium dessen eingehen, was zu thun sich für dich schickt.“
