30. Bekundung des Geistes.
Auch was wir als viertes bezeichnet haben, nämlich die Bekundung des Geistes im Schenken des Nutzens, auch das hat einen eindeutigen Sinn. Denn es ist angegeben, durch was für nützliche Gaben diese Bekundung des Geistes sich zeige. Denn unter diesen verschiedenen (Geist) betätigungen der Teilungen ist der Hinweis auf dieses Geschenk nicht unbestimmt. Davon hatte der Herr mit seinem Gebot gesprochen: „daß sie von Jerusalem nicht weggehen sollten; sondern erwartet,” so sagte er, „die Verheißung des Vaters, die ihr aus meinem Munde vernommen habt. Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit dem Hl. Geiste getauft werden, den ihr nach nicht vielen Tagen empfangen werdet.” Und wiederum: „Ihr werdet dadurch Kraft empfangen, daß der Hl. Geist über euch kommt, und ihr werdet mir Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an die Grenzen der Erde.”1
S. 37 Er befiehlt, auf die Verheißung des Vaters zu warten, die man aus seinem Munde vernommen hat. Sicher meint sein Wort auch jetzt die väterliche Verheißung. Durch diese Wirkungen der Wundertaten bewährt sich also die Bekundung des Geistes.
Das Geschenk des Geistes bleibt nämlich auch nicht im Verborgenen, wo das Wort der Weisheit ist und wo man die Worte des Lebens vernimmt oder wo man um göttliche Erkenntnis weiß, damit wir nicht nach Art der Tiere durch das Nichtkennen Gottes in Unkenntnis über den Urheber unseres Lebens blieben, oder durch den Glauben an Gott, damit wir nicht durch unser Nichtglauben an das Evangelium Gottes uns außerhalb des Evangeliums Gottes befänden, oder durch die Gabe der Heilungen, damit wir durch die Heilung der Schwachheiten Zeugnis von der Gnade dessen gäben, der das gewährt hat, oder durch das Vollziehen von (Wunder-) taten, damit man unser Tun als Gottes Kraft erkenne, oder durch die Weissagung, damit man durch die Erkenntnis der Lehre unsere Erziehung aus Gott erkenne, oder durch die Unterscheidung der Geister, damit wir wohl wüßten, ob jemand im Heiligen oder verkehrten Geiste spreche, oder durch die Arten der Zungen, damit zum Zeichen der Mitteilung des Hl. Geistes das Wort der Zungen gegeben werde,2 oder in der Deutung der Zungen, damit nicht durch Unkenntnis der Glaube der Hörer in Gefahr komme, da ja den Unkundigen der Zungenrede ein Deuter der Zungenrede Aufschluß gibt.
In all diesem also, das einem jeden zum Nutzen zugeteilt ist, bewährt sich die Bekundung des Geistes; durch diese wunderbaren Gaben nämlich, die jedem zum Nutzen gegeben sind, bleibt die Gabe des Geistes nicht verborgen.
